Polizeihauptkommissar leistet als Bezirksbeamter Dienst in der Gemeinde Stemwede
Polizist Thomas Müller ist der Neue

Stemwede (WB). Friedhelm Rodeck ist in den Ruhestand gegangen – und hatte gleich einen Nachfolger: Polizeihauptkommissar Thomas Müller trat am 1. Dezember seinen Dienst als Bezirksbeamter für die Gemeinde Stemwede an. Er ist für die Bürger aller 13 Ortschaften unter Telefon 05745/6139967 zu erreichen. Hatte Friedhelm Rodeck noch sein Büro im eigenen Haus in Levern, bezieht Thomas Müller einen Raum in der Gemeindeverwaltung in Levern – im früheren Schultrakt. Der 54-jährige Familienvater von drei Kindern wohnt in Holzhausen bei Kirchdorf, Landkreis Diepholz, kann seinen Arbeitsplatz in Stemwede aber in einer halben Stunde erreichen. Seit 1988 ist er bei der Polizei Minden-Lübbecke tätig. Zunächst war er bei der Polizeiwache in Bad Oeynhausen eingesetzt, ab 2009 bei der Wache in Espelkamp. Deshalb kennt er sich im heimischen Raum gut aus.

Mittwoch, 08.01.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 05:03 Uhr
Polizeihauptkommissar Thomas Müller ist neuer Bezirksbeamter für die Gemeinde Stemwede. Sein Büro hat er in der Gemeindeverwaltung in der Leverner Buchhofstraße. Dort wird auch ein Polizeiauo sichtbar sein. Foto: Dieter Wehbrink

In seinem Büro an der Buchhofstraße steht Thomas Müller den Bürgern dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr für Sprechzeiten zur Verfügung.

Am Dienstag wurde er im Leverner Ulderup-Saal in Gegenwart von Landrat Dr. Ralf Niermann, Polizeidirektor Mathias Schmidt (Abteilungsleiter Polizei im Mühlenkreis), Sven-Otto Deubel (Leiter der Wache Espelkamp) sowie von Bürgermeister Kai Abruszat und Werner Bahnemann (Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Stemwede) vorgestellt.

„Es liegt uns sehr daran, die sehr wichtigen Stellen der Bezirksbeamten ohne Zeitverzögerung zu besetzen“, sagte Ralf Niermann. „Sie sind ein fester Bestandteil der Polizeiarbeit. Im Kreis gibt es 32 Beamte, die diese Aufgabe wahrnehmen.“ Der Landrat bezeichnete Polizisten wie Thomas Müller als „Kümmerer“. Sie würden sich die kleinen und großen Sorgen der Bürger anhören, Anregungen und Hinweise aufnehmen, aber auch Anzeigen schreiben. Die Bezirksbeamten arbeiteten bei Bedarf auch eng mit Behörden wie dem Ordnungsamt zusammen. Dies sei jetzt in Stemwede durch die räumliche Nähe des Polizeibüros zur Gemeindeverwaltung sehr gut gegeben, sagte Niermann und dankte der Gemeinde Stemwede für die Bereitstellung des Büros. Ein Bezirksbeamter kümmert sich auch um die Verkehrssicherheit, etwa im Bereich der Stemweder Kindergärten oder an Seniorenclubs.

Wie Thomas Müller berichtete, hat er sich bei Friedhelm Rodeck bereits über die wichtigsten Institutionen, etwa Schulen informiert und Kontakt aufgenommen. Vor allem gelte sein Augenmerk aus Sicherheitsgründen der Klinik Schloss Haldem, wo überwiegend suchtkranke Straftäter therapiert werden.

Kai Abruszat freute sich, dass der Bezirksbeamte jetzt an der Gemeindeverwaltung angesiedelt ist. Davon verspreche er sich eine enge Zusammenarbeit, sagte der Bürgermeister. Er wies auf das Sicherheitsgefühl hin, den ein sichtbarer und ständig ansprechbarer Polizei-Bezirksbeamter den Bürgern vermittele. Dies sei gerade aktuell sehr wichtig: Abruszat erinnerte an die Einbruchsserie in Haldem (wir berichteten), an den Einbruch in die Volksbankfiliale in Haldem und an den Überfall auf den K+K-Markt in Wehdem.

Polizeivertreter und Bürgermeister würdigten die Verdienste von Müllers Vorgänger Friedhelm Rodeck. Nach Diensten in Bonn und Wuppertal war der Leverner 1997 war Rodeck zur Wache nach Espelkamp gewechselt und seit 2001 als Bezirksbeamter in Stemwede tätig gewesen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7176861?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F
Brandsatz vor Tönnies-Villa: Paar festgenommen
An dieser Zufahrt zum Anwesen der Familie Tönnies wurden die verdächtigen Gegenstände gefunden. Foto: Christian Althoff
Nachrichten-Ticker