Löschgruppe Oppenwehe spricht von einem turbulenten Jahr
Auch Kind aus Auto gerettet

Stemwede (WB). Sturmschaden, Wald- und Flächenbrände, in Flammen stehende Gebäude und Stallungen – für die Kameraden der Löschgruppe Oppenwehe ist das zurückliegende Jahr turbulent und ereignisreich gewesen. Insgesamt mussten die Kameraden 22 Mal im Jahr 2019 ausrücken.

Montag, 06.01.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 05:01 Uhr
Die Beförderten und Ausgezeichneten der Löschgruppe Oppenwehe mit Verantwortlichen. Foto: Heidrun Mühlke

Viele Flächenbrände

Löschgruppenführer Paul Melcher dankte seinen Kameraden für ihren Einsatz bei Bränden, Verkehrsunfällen sowie technischen Hilfeleistungen während der Jahreshauptversammlung in Meier’s Deele in Oppenwehe. Insbesondere der trockene, heiße Sommer habe der Löschgruppe zahlreiche Einsätze mit Flächenbränden beschert.

Das Leistungsspektrum der Freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen war breit gefächert. Neben dem Brand eines Stallgebäudes mit Tierbestand in Varl sowie der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens, ebenfalls in Varl (beides im April 2019) leisteten die Kameraden auch Hilfe, um ein Kleinkind in Oppendorf aus einem Auto zu befreien.

Kind aus Auto gerettet

„Die Mutter war völlig aufgelöst“, erinnert sich Melcher, weil das Kind in dem Auto eingeschlossen war. Letztlich wurde eine Scheibe des Personenwagen zerstört und die Tür geöffnet. So konnte eine überglückliche Mutter ihr Kind wieder in die Arme schließen.

Die Stärke seiner Löschgruppe bezifferte Paul Melcher auf 39 aktive Kameraden, davon 18 Atemschutzgeräteträger. In der Ehrenabteilung seien 15 Kameraden, das ergebe eine Gesamtstärke von 54 Mitgliedern in der Löschgruppe. Zufrieden blickte Melcher auf die Beteiligung der 26 Dienste und bescheinigte Jannis Nagel und Henrik Spreen die beste Dienstbeteiligung.

„Es kommt kaum vor, dass weniger als 22 Kameraden den Weg zum Gerätehaus finden. Das motiviert den Diensthabenden, sich ins Zeug zu legen und etwas auf die Beine zu stellen“, lobte Melcher.

Lehrgänge absolviert

Etliche Lehrgänge absolvierten die Kameraden. Truppmann 1: Jannis Nagel, Klaas Spreen, Rene Spreen und Lucas Schnier; Truppmann 2: Andre Tatgenhorst und Stefan Möller; Funker: Klaas Spreen, Rene Spreen und Lucas Schnier; Maschinist: Henrik Spreen; Truppführer: Tobias Römer; Gerätewart: Torsten Geldmeier; Technische Hilfe-Workshop: Patrick Meier und Simon Schlömp; Atemschutzgeräteträger: Peik Vahrenkamp Patrick Meier; Seminar Vegetationsbrände und Einsatznachbesprechung: Dennis Meier; Fahrsicherheitstraining: Paul Melcher Florian Vahrenkamp; Heißausbildung im Brandcontainer: Simon Schlömp, Henrik Spreen, Stephan Köllner, Torsten Geldmeier, Andreas Spreen und Paul Melcher.

Leistungsnachweis

Am Leistungsnachweis in Hille nahmen die Oppenweher mit 19 Kameraden in zwei Gruppen teil. Das Leistungsabzeichen in Bronze für die erste Teilnahme erhielten Rene Spreen und Klaas Spreen, in Silber für die dritte Teilnahme Simon Schlömp und Henrik Spreen, das Goldene für die fünfte Teilnahme Stefan Möller und Michael Thane, Gold auf rotem Grund die 15. Teilnahme gab es für Sven Winkelmann und Dennis Meier.

Neu in der Löschgruppe ist Jannis Nagel. Er wurde aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Vom stellvertretenden Wehrführer der Gemeinde, Dietmar Meier wurden Klaas Spreen, Lucas Schnier und Rene Spreen zum Feuerwehrmann befördert. Weiterhin wurden befördert Stefan Möller, Andre Tatgenhorst und Henrik Spreen zu Oberfeuerwehrmännern sowie Tobias Römer zum Unterbrandmeister.

Ratsmitglieder dabei

Besondere Grüße seitens der Gemeinde Stemwede übermittelte Ratsherr Dietmar Meier, der gemeinsam mit seinen Amtskollegen Michael Baude und Reinhard Lammert an der Versammlung teilnahm, und wünschte sich, dass alle Kameraden nach den Einsätzen heile wieder nach Hause kommen mögen.

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