Mietvertrag für Autozulieferer läuft 2023 aus – 400 Mitarbeiter betroffen
ZF gibt Standort in Damme auf

Damme/Stemwede (WB). Bis spätestens Ende 2023 wird der Automobilzulieferer ZF Frie­drichshafen seinen angemieteten Standort auf dem »Boge Elastmetall«-Gelände in Damme verlassen. Wie Unternehmenssprecherin ­Jeannine Rapp am Dienstag bestätigte, sind 400 Mitarbeiter betroffen.

Mittwoch, 06.11.2019, 05:45 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 07:30 Uhr
Noch in Damme gefertigt: Spurstangen für Autos.

Zwar ist der Mietvertrag noch einmal bis zum genannten Zeitpunkt verlängert worden. Er sieht aber einen schrittweisen Auszug von ZF vom Gelände vor, weil Boge – ein 1000-Mitarbeiter-Betrieb im chinesischen Besitz – Eigenbedarf angemeldet hat. Boge gehörte bis zu seinem Verkauf 2014 ebenfalls zu ZF Friedrichshafen.

Mitarbeiter sollen in Lemförde untergebracht werden

ZF will Dammer Kollegen in anderen Werken seines Multidivisionsstandortes Lemförde unterbringen, wo 3600 Mitarbeiter beschäftigt werden. Ob es bis Ende 2023 möglich sein wird, alle 400 Dammer Beschäftigten zu übernehmen, ließ Rapp mit Blick auf den langen Zeitraum offen: »Wir haben keine Glaskugel, in die wir blicken können.«

Autozulieferer in tiefer Krise

Die Automobil-Zuliefererbranche befinde sich zurzeit in einer schwierigen konjunkturellen Phase , räumte die Sprecherin ein. ZF komme in seinen Dümmerwerken mit Hilfe von Flexibilisierungsmaßnahmen noch klar. »Wir können auf Arbeitszeitkonten zurückgreifen und versetzen Mitarbeiter bei Bedarf innerhalb des Multidivisionsstandortes Lemförde in benachbarte Werke. Sie alle arbeiten schließlich an gleichen Techniken«, sagte Sprecherin Rapp.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7045360?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F
Neuer Erlass für Spiele ohne Fans
Arminia Bielefeld musste Mitte Oktober wegen hoher Coronazahlen in der Stadt das Spiel gegen Bayern München ohne Fans austragen – andere Bundesligisten in NRW spielten noch vor 300 Fans. Die Einhaltung der Regelung in der Coronaschutzverordnung soll nun ein Erlass des Gesundheitsministeriums sicherstellen. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker