Hallenbad-Förderverein besucht die Firma Schwettmann in Oppendorf
So funktioniert modernste Holzbautechnik

Stemwede/Wagenfeld (WB). Unter Leitung seines Vorsitzenden Ekke Schneemann hat der Förderverein des Hallenfreibades Wagenfeld die Schwettmann Holzbau GmbH besichtigt. Den Kontakt hergestellt hatte Helmut Dunau über seinen Sohn Jürgen, der im Oppendorfer Unternehmen als Ingenieur in leitender Funktion tätig ist.

Freitag, 01.11.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 11:50 Uhr
Der Förderverein des Hallenfreibads Wagenfeld hat die Oppendorfer Firma Holzbau Schwettmann besucht. Die Gäste wurden von Jürgen Dunau (2. v. rechts) durch den Betrieb geführt und bekamen interessante Infos über den hochmodernen Betrieb.

Jürgen Dunau ließ es sich nicht nehmen, die Besuchergruppe durch den Betrieb zu führen und die wichtigsten Funktionen und Produktionsabläufe zu erläutern.

Seine besondere Stärke entwickelte das Unternehmen mit dem Produktionsbeginn der Nagelplattenbinder im Jahre 1983. Die Nagelplattenbinder-Technik machte Dunau zum Schwerpunkt seiner Erläuterungen. Es handelt sich um ein Holzverbindungssystem, das aneinander gefügte Holzbauteile homogen miteinander verbindet. Dazu werden Nagelplatten verschiedenster Größen an genau errechneten Punkten beidseitig in die zu verbindenden Hölzer eingepresst. Aus einem feuerverzinkten Stahlblech stanzen schwere Maschinen in einem Arbeitsgang ihre nagelförmigen Laschen aus und richten diese zugleich auf.

In Hallen und Technik investiert

Aufgrund der sprunghaft steigenden Nachfrage nach solchen weitgehend vorgefertigten Dach- und Wandelementen investierte die Firma in weitere Hallen sowie technische Ausstattungen sowie Optimierungen. Damit konnte Schwettmann den Kundenanforderungen nach günstigen Kosten, Stabilität, Schnelligkeit und Ästhetik entsprechen, sagte Dunau.

Die Besucher erhielten außerdem einen Einblick in modernste computergesteuerte Zuschnitt-Technik (die so genannte Abbund-Technik) als Ergänzung zur herkömmlichen Zimmerei. Damit sind eine Vielzahl komplizierter Holzverbindungen millimetergenau möglich, zum Beispiel bei Dachstühlen, im Holzrahmenbau, bei Pavillons und im modernen Fachwerkbau. Dabei sind menschliche Ungenauigkeiten dank vollautomatischer Technologie nahezu ausgeschlossen.

»Es wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig für den ländlichen Raum die Qualität und Heimatverbundenheit eines über Generationen geführten Familienunternehmens sein kann«, fanden Gäste aus Wagenfeld.

Die Firma wird bis heute in dritter Generation als familiärer Betrieb mit insgesamt 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Eine vierte Generation sichert die Zukunft – der älteste Sohn Uwe Schwettmanns, Oliver Schwettmann, ist Zimmermeister und Dachdeckermeister. Er ist seit 2010 im väterlichen Betrieb angestellt und soll die Firma später weiterführen.

Vielfältige Kranleistungen

Neben den klassischen Zimmerer- und Holzbauarbeiten bietet Schwettmann auch sämtliche Dachdeckerarbeiten und vielfältige Kranleistungen bis zu einer Last von 45 Tonnen an. Die Kran­arbeiten sind natürlich auch Voraussetzung für die Endmontage der vormontierten sperrigen und gewichtigen Nagelplatten-Holzkonstruktionen. Die Besucher waren dankbar dafür, den Einblick in eine hochmoderne und kompetente Holzbautechnik in unmittelbarer südlicher Nachbarschaft erhalten zu haben.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussionen wurde deutlich, dass die vorgestellten Techniken auf der Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz eindeutig als nachhaltig und damit zukunftsfähig einzuordnen seien.

Ehrenamtlich tätig

Bei der anschließenden Einkehr in ein Café in Oppenwehe wurden die Eindrücke der Besichtigung vertiefend diskutiert. »Dabei stellte sich einmal mehr heraus, wie wichtig derartige Firmenbesuche für den sozialen Zusammenhalt und damit der Motivation der ehrenamtlich tätigen Arbeitsgruppe sind«, teilte der Hallenfreibad-Förderverein anschließend mit. Dessen Ehrenamtliche kümmern sich intensiv um den Erhalt des Hallenbades und der Außenanlagen. So kann die Gemeinde Wagenfeld viel Geld sparen.

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