Dank Spenden steht Evit aus Gambia auf eigenen Beinen
Operation geglückt

Stemwede (WB/weh). Mit der schweren Behinderung Spina Bifida, im Volksmund auch »offener Rücken« genannt, ist die heute fast zweijährige Evit Borry Jatta in Banjul (Gambia) zur Welt gekommen. Ihre Eltern konnten die schwierige Operation in dem armen afrikanischen Land nicht bezahlen. Zudem ist dort die medizinische Versorgung äußerst dürftig. Somit bestand die Gefahr, dass Evit ihr Leben lang auf einen Rollstuhl angewiesen sein würde.

Freitag, 01.11.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 05:01 Uhr
Ein fröhliches Kind: Evit aus Gambia kann mittlerweile – unterstützt von einem »Gehfrei« – auf eigenen Beinen stehen.

Der Vater Nicholas Jatta bat Gertrud Premke, Ortsheimatpflegerin der Stemweder Ortschaft Sundern, um Hilfe. Premke hatte von 2002 bis 2005 ehrenamtlich an der Erweiterung einer Schule in Gambia mitgewirkt, an der Evits Vater als Lehrer unterrichtet. Die 69-Jährige sammelte viele Spenden und wurde dabei besonders von der Feuerwehr Heithöfen unterstützt. Die Löschgruppe war Ausrichter des großen Feuerwehrfestes der Gemeinde Bad Essen. Mit dem Verkauf von Ansichtskarten nahmen die Kameraden Geld für Evits Operation ein.

Neurochirurg aus Dakar operierte das Mädchen

Schließlich fand sich ein Neurochirurg aus Dakar (Senegal) der den schwierigen Eingriff vornehmen konnte. Er reiste nach Gambia und operierte das Mädchen im Frühjahr 2018 im Krankenhaus von Bajul. Jetzt erreichten Gertrud Premke gute Nachrichten. Evit kann mittlerweile – unterstützt von einem »Gehfrei« – auf eigenen Beinen stehen. Sie ist ein fröhliches, lebhaftes Kind. »Ich bin guter Hoffnung, dass der Kleinen der Rollstuhl erspart bleiben wird«, sagte Premke.

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