Öffentliche Ausstellung zeigt ausgewählte Ergebnisse des Architektenwettbewerbs
Welcher Plan siegt bei Leverner Projekt?

Stemwedeµ(WB). Für die Errichtung einer Kita im Gebäude Buchhofstraße 13 und dem Anbau an das Alte Amtshaus ist die Gemeinde Stemwede ganz neue Wege gegangen.

Samstag, 05.10.2019, 08:00 Uhr
Christian Herrmann. Leiter der Leverner Kita freut sich auf das neue Kita-Gebäude in der Buchhofstraße. Er gehörte zu den ersten Betrachtern der drei Vorschläge, die die Jury beim Architektenwettbewerb ganz nach vorne setzte. Foto: Heidrun Mühlke

Hier ging es nicht darum, einen möglichst kostengünstigen Bau im Stiftsort zu realisieren, sondern die Gemeinde hat einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Die Ergebnisse werden jetzt in einer Ausstellung präsentiert, die im Ulderup-Saal in der Gemeindeverwaltung in Levern eröffnet wurde. Die Ausstellung ist für Jedermann noch bis Freitag, 11. Oktober, im Ulderup-Saal am Rathaus Levern während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.

Intensive politische Diskussion

Dem Architekten-Wettbewerb war eine lange und intensive politische Diskussion vorausgegangen. Auslöser war der stark steigende Bedarf an Kindergarten-Plätzen in Levern, vor allem für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren. Die jetzige Kita ist schon ein altes Gebäude, und weitere Ausbreitungsmöglichkeiten auf dem Gelände gibt es so gut wie nicht. Es ist klar: Ein weiterer, größerer Standort muss her. So gab es unter anderem Vorschläge der grünen Ratsfraktion, einen Neubau im geplanten Siedlungsgebiet Kalberkamp (»Wohnquartier im historischen Ortskern«) vorzusehen.

Am Ende setzte sich allerdings ein Vorschlag von Bürgermeister Kai Abruszat durch. Der Verwaltungschef untermauerte mit Kostenrechnungen von Experten, dass ein Umbau der Gemeindeverwaltungsräume in der ehemaligen Schule die beste Lösung sei. Dort könnten Kita-Gruppen untergebracht werden, während die Verwaltungsmitarbeiter in einen noch zu errichteten Anbau an das Alte Amtshaus umziehen sollten.

Der Vorschlag löste zunächst intensivere Beratungen und Bedenken seitens der Politik hervor, denn »Rathausstandorte« sind in der Flächengemeinde Stemwede seit Jahrzehnten ein immer mal wiederkehrendes Streitthema. Am Ende stand dann der Architektenwettbewerb für den Rathaus-Standort, zumal der Zeitdruck aus der Elternschaft wegen fehlender Kita-Plätze in Levern groß ist.

Detailpläne folgen

Kluge Ideen und beste Lösungen hatten 15 Architekturbüros eingereicht. Jetzt ist die Entscheidung über die Wettbewerbsarbeiten gefallen. Jeweils drei Entwürfe für den Anbau an das Alte Amtshaus sowie für den Umbau des Leverner Verwaltungsgebäudes zur Kita waren in die engere Wahl gekommen und sind in der Ausstellung in Augenschein zu nehmen.

Was das Preisgericht zu seiner Entscheidung bewogen hatte, erläuterte dessen Vorsitzender Harald Kiefer, Architekt aus Hannover. Beispielsweise habe die Funktionalität beim Anbau an das Alte Amtshaus überzeugt. Bei der Kita war es auch die Beibehaltung des äußeren Erscheinungsbildes, die die Entscheidung für den ersten Preis ausmachte.

Für beide Projekte gingen der 4300 Euro-Preis für das Rathaus beziehungsweise der 2850 Euro-Preis für die Kita dotierte erste Preis an die Schwakenberg-Bley-Architektenpartnerschaft aus Lemgo. Die Sieger werden nun einen Detailplan vornehmen und einen Überblick über die Kosten vorlegen. »Es wäre wünschenswert, wenn es gelänge, noch in diesem Kalenderjahr zur Entscheidung zu kommen« machte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat deutlich. Das sei besonders erstrebenswert, hinsichtlich des provisorischen Zustandes mit Containern, in denen einige Kindergartenkinder seit Anfang September untergebracht seien.

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