Offizieller Spatenstich für den Breitbandausbau im Kreis an der Leverner Mühle
Kai Abruszat: »Glasfaser ist unsere Zukunft«

Stemwede (WB). Eine vernünftige Internetverbindung ist nicht nur für Schulen, Institutionen und Unternehmen wichtig. Auch in Privathaushalten wird schnelles Internet immer mehr zum Muss. Damit dieses auch im Kreis gewährleistet werden kann, ist an der Leverner Mühle am Mittwoch der offizielle Spatenstich für den Breitbandausbau gesetzt worden.

Donnerstag, 03.10.2019, 07:00 Uhr
Jetzt kann’s losgehen: Landrat Dr. Ralf Niermann (2. von links) hat gemeinsam mit Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (3. von links), Bundestagsmitglied Achim Post (4. von links), Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat (5. von rechts) und Rahdens Bürgermeister Bert Honsel (rechts) sowie den weiteren Vertretern der Kommunen den symbolischen Spatenstich gesetzt. Foto: Freya Schlottmann

»Wir brauchen eine hervorragende digitale Versorgung für die Zukunft dieses Kreises«, sagte Landrat Dr. Ralf Niermann beim feierlichen Spatenstich, zu dem auch zahlreiche Vertreter der weiteren Kommunen des Kreises gekommen sind. Mit dem Beginn der Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau sei nun eine etwa dreijährige Planungszeit abgeschlossen und der erste Schritt getan worden, um ein entspanntes Miteinander auch im ländlichen Raum durch die neue Internetversorgung gewährleisten zu können, sagte der Landrat.

Glasfaser für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises wichtig

Dem schloss sich auch Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat an: »Glasfaser ist unsere Zukunft. Ohne Glasfaser wird es keine wirtschaftliche Weiterentwicklung und auch keine gesellschaftliche Teilhabe von Menschen, Institutionen und Unternehmen geben. Mit dem Breitbandausbau machen wir unseren Kreis zukunftsfest.«

Voraussichtlich bis Ende 2022, Anfang 2023 wird die Umsetzung des Projektes Glasfaseranschluss dauern. In dieser Zeit sollen mehr als 21.000 Haushalte, 32 Schulen und knapp 400 Betriebe an das neue Versorgungsnetz im gesamten Kreisgebiet angeschlossen werden. »An diesem Projekt sind alle elf Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke beteiligt. Durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist es gelungen, alle Anträge zu stellen und auch die notwendigen Fördergelder zu erhalten«, sagte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.

Bereits vor etwa einem Monat hat ein Team des Hamburger Unternehmens Internexio Pacht & Management GmbH, das im Juni den Auftrag für die Versorgungsarbeiten erhielt, in Stemwede mit Tiefbauarbeiten begonnen. »Wir liegen damit sogar vor dem Zeitplan und die ersten 80 Kilometer sind schon fast ausgebaut«, berichtete Internexio-Geschäftsführer Paul Gummert.

Bausumme liegt bei 122 Millionen Euro

In den kommenden Monaten komme da allerdings noch einiges hinzu, wie Marianne Thomann-Stahl erklärte: »Insgesamt werden 1517 Kilometer Tiefbaugräben, 9785 Kilometer Glasfaser und 2776 Kilometer Lehrrohre ein- und verbaut.« Kosten wird der Breitbandausbau etwa 122 Millionen Euro. »Der Bund leistet hiervon rund 48 Millionen Euro, das Land rund 41 Millionen Euro, die Kommunen rund sieben Millionen Euro und Internexio selbst investiert einen Betrag in Höhe von rund 26 Millionen Euro«, sagte Niermann.

Vorrangiges Ziel des nun gestarteten Projektes ist es, zunächst alle Außenbereiche, die sogenannten »Weißen Flecken« des Kreises, in denen momentan weniger als 30 Mbit/s Internet-Datenleistung angeboten werden, mit Glasfaserkabeln zu versorgen. Dadurch soll künftig eine Produktpalette von 200 bis 1.000 Mbit/s ermöglicht werden. Internexio bietet darüber hinaus bereits Produkte von 10.000 Mbit/s garantierter Bandbreite am Übergabepunkt an. Dieses 10 Gbit/s-Produkt sei laut Internexio der Maßstab für die Internetversorgung in Deutschland.

Betroffene Haushalte bekommen Benachrichtigung per Post

Vor wenigen Tagen sind bereits Karten per Post verteilt worden, die all diejenigen Haushalte erhalten, die einen neuen Internetanschluss bekommen und eine finanzielle Förderung dafür erhalten können. »Mit dieser Karte betragen die Baukosten pro Haushalt im Fördergebiet nur 100 Euro«, erklärte Paul Gummert. Voraussetzung für die Errichtung eines Hausanschlusses ist allerdings auch der Abschluss eines Vertrages mit dem Betreiber.

Weil es trotz des Projektes auch Haushalte gibt, die nicht in den Ausbaubereich von Internexio fallen, habe Gummert bereits Beschwerden darüber erhalten. »Wir suchen aber bereits nach Lösungsansätzen und unser Ziel ist ein flächendeckender Anschluss«, sagte Gummert.

Für weitere Auskünfte bietet Internexio mehrere Infoveranstaltungen wie am 10. Oktober in Dielingen und am 21. Oktober in Levern an. Zudem erhalten Interessierte weitere Informationen im Internet.

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