Bürgermeister nimmt Stellung zur eigenwirtschaftlichen Breitbandinitiative
»Innogy-Angebot ernsthaft prüfen«

Stemwede (WB). »Leider hat der mögliche eigenwirtschaftliche Breitbandausbau – angeboten von der Firma Innogy – sowohl in Dielingen als auch in Levern noch nicht die erforderliche Resonanz gefunden«. Dies sagte Bürgermeister Kai Abruszat dieser Zeitung am Freitag auf Anfrage.

Montag, 05.08.2019, 14:33 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 14:36 Uhr
In Teilen von Levern und Dielingen hat Innogy den Bürgern ein Angebot für Highspeed-Breitbandleitungen unterbreitet. Foto: dpa

Für den Teilbereich Levern sei erst rund ein Fünftel der Haushalte zu einer vertraglichen Vereinbarung bereit, im Teilbereich von Dielingen jeder vierte. Insgesamt ist eine Quote von mindestens 40 Prozent erforderlich.

»Mir ist es als Bürgermeister wichtig darauf hinzuweisen, dass dieser eigenwirtschaftliche Ausbau von Innogy nichts mit dem Breitband-Masterplan des Kreises zu tun hat«, betonte Abruszat. »Letzterer nimmt die unversorgten beziehungsweise deutlich unterversorgten Haushalte in ganz Stemwede in den Blick. Das Innogy-Projekt will hingegen dazu beitragen, dass Haushalte, die aktuell über ein Mindestmaß an Breitband-Geschwindigkeit verfügen, in Zukunft durch Highspeed-Datenleitungen optimale Bedingungen erhalten.«

An Wert der Immobilie denken

Er könne nur dringend empfehlen, dass die betroffenen Haushalte, die sämtlich von Innogy persönlich angeschrieben worden seien, das vorhandene Angebot noch einmal ernsthaft und kurzfristig prüfen sollten, sagte der Bürgermeister. »Ohne schnelle Datenleitungen können in Zukunft Dienstleistungen wie Telemedizin, Homeoffice-Tätigkeiten, aber auch Leistungen anderer Art nicht oder nur erschwert genutzt werden. Zudem besteht zwischen der Werthaltigkeit einer Immobilie und einer modernen Breitbandversorgung ein klarer Zusammenhang.«

Ob und in wieweit es in Zukunft für diese Bereiche zu einem neuen Anlauf beim eigenwirtschaftlichen Ausbau komme, wenn der aktuelle Vorstoß von Innogy scheitern sollte, könne er definitiv nicht voraussagen, warnte Abruszat.

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