Stark belastende Einsätze – Feuerwehr zieht Bilanz der Hitze-Tage
17 Flächenbrände zehren an den Kräften

Stemwede (WB). Extrem anstrengende Einsätze hat die Trockenheit der Feuerwehr Stemwede beschert (wir berichteten). »In der Zeit vom 24. bis 30. Juli mussten wir 17 Flächenbrände bekämpfen«, sagt Torsten Fischer, Pressesprecher der Feuerwehr.

Samstag, 03.08.2019, 08:00 Uhr
Einer von 17 Bränden in Stemwede: An der Ilweder Straße ist eine Ballenpresse bei der Arbeit auf dem Feld in Brand geraten. Die Einsatzkräfte löschen mit Schaum. Foto: Feuerwehr

Nicht nur Getreide und Stroh wurden vernichtet, sondern auch drei Strohballenpressen sowie zwei Traktoren und ein Anhänger. Der letzte Einsatz war am vergangenen Dienstag an der Niedermehner Straße, wo gleich 176 große fertig gepresste Strohballen verbannten.

Grenzen der Belastbarkeit erreicht

»Wir sind froh, dass wir danach eine Atempause bekommen haben. So konnten wir mal die verwendeten Schläuche und Atemschutzgeräte tauschen«, sagt Torsten Fischer. Das Feuer wurde vor allem bei Ballenpressen- und Traktorbränden aufgrund der extrem starken Rauchentwicklung unter Einsatz von Atemschutzgeräten bekämpft. Die extrem heißen Außentemperaturen seien eine Herausforderung für die Einsatzkräfte gewesen. »Die Kameraden mussten bis an die Grenzen ihrer körperlichen Belastungsfähigkeit gehen«, sagte Fischer, der noch eine wichtige Botschaft parat hatte: »Die Gemeinde Stemwede und die Feuerwehrführung möchten den Arbeitgebern unserer Kameraden ausdrücklich dafür danken, dass sie ihren Beschäftigten für die Brandeinsatze freigegeben haben.«

In der Bevölkerung von Stemwede und Rahden gab es große Anerkennung für die kräftezehrenden Einsätze der örtlichen Feuerwehren. Das spiegelte sich unter anderen in vielen positiven Kommentaren in den sozialen Netzwerken wider.

Kommentare

Heinz Schmidt  wrote: 03.08.2019 11:27
Im 75 km Radius von Osnabrück sind wohl auch in diesem Jahr wieder ca. 100 Erntemaschinen ausgebrannt. Wenn man sich vorstellt, dass bei jedem Brand ca. 200 l Hydrauliköl in den Boden sickern, sowie giftige Dioxine aus verbranntem Kunststoff/Gummi auf den Acker tropfen, sowie giftiger Löschschaum, dann sollte man sich auch mal Gedanken machen, dass die Menschen das Gift bei der nächsten Ernte mit ihrer Nahrung aufnehmen, und dann Krebs bekommen.
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