Theaterstück an der Stemweder-Berg-Schule hält Achtklässlern den Spiegel vor Ständig »online« kann ein Fluch sein

Stemwede (WB). Sind Handys und der ständige Online-Status für die Nutzer Fluch oder Segen? Dieser Frage ist jetzt ein Theaterstück des Weimarer Kultur-Expresses vor den achten Klassen der Stemweder-Berg-Schule nachgegangen.

Die Schauspielerinnen Sabrina Hennings und Michaela Beer bei ihrem Auftritt in Stemwede.
Die Schauspielerinnen Sabrina Hennings und Michaela Beer bei ihrem Auftritt in Stemwede.

Die Stemweder Schulsozialarbeiterin Mirja Hodde-Mündel initiierte es und die Gemeinde Stemwede finanzierte den Auftritt mit. Dieses authentisch und ergreifend gespielte Theaterstück nutzte die Schulsozialarbeiterin im Zuge ihrer Suchtprävention.

Sie vernachlässigt reale Freundschaften

Die Schauspielerinnen Sabrina Hennings und Michaela Beer stellten die möglichen, verheerenden Folgen der übermäßigen Nutzung von Smartphones und Tablets dar. Die Geschichte erzählt von Jule, einer Schülerin, die als Geschenk ein Smartphone bekommt und innerhalb kürzester Zeit Tag und Nacht »online« ist. Im Netz fühlt sie sich rundum bestätigt und wichtig. »Online« zu sein wird ein neues Lebensgefühl für Jule, sie vernachlässigt reale Freundschaften, Hobbys, Familie und Schule.

Die Schauspielerinnen zeigten mit diesem Stück den Schülerinnen und Schülern einen Spiegel auf. Viele konnten sich in dieser Geschichte teilweise wiedererkennen. »Das Theaterstück war wirklich gut und regt zum Nachdenken an. Teilweise dachte ich, ich würde wie Jule sein«, erklärten einige Schülerinnen.

Anstoß für die Schüler

»Die Schauspielerinnen spielten das so realistisch«, meinte Connar aus der 8c. Smartphones und Tablets gehören für viele Menschen mittlerweile zu den elementaren Lebensbestandteilen. Unterwegs und zu Hause – sie sind in fast allen Bereichen präsent. So gehört der erste und der letzte Blick des Tages nicht mehr den Angehörigen, sondern dem Smartphone.

Mit dem Theaterstück richtet sich der Weimarer Kultur-Express gegen die Gefahren von Social Media-Sucht und möchte zum bewussteren Umgang mit Medien anregen. »Genau diese Intention sollte als Anstoß für die Schüler dienen, um ihr eigenes Verhalten im Umgang mit Medien zu hinterfragen«, erklärte die Schulsozialarbeiterin.

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