Vorfall in Stemwede: Das Geld ist weg. Jetzt ermittelt die Polizei
Verein wird Opfer eines E-Mail-Betrugs

Stemwede (WB). Einen Fall von Internet-Betrug in Stemwede hat die Polizei in Minden auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt.

Freitag, 07.06.2019, 04:00 Uhr
Symbolfoto. Foto: dpa

Demnach hat der Vertreter eines örtlichen Vereins Anzeige erstattet. Wie er den Ermittlern schilderte, habe der Schatzmeister des Vereins eine E-Mail erhalten, die als Absender den Vorsitzenden vorgegeben habe. Die Mail sei täuschend echt gewesen, sogar mit der fast genauen Original-Absendeadresse des Vorsitzenden. Der Inhalt: Er, der Schatzmeister, möge bitte im Auftrag des Vereins eine gewisse Summe an ein Konto überweisen, dessen Daten in der E-Mail angegeben wurden. Der Schatzmeister vertraute der täuschend echt gestalteten Mail und wies das Geld an. Laut Polizei handelt es sich um ein Konto im Inland. Die Beamten haben die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Informationen können sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben.

Masche heißt »CEO Fraud«

Die Betrugsmasche nennt sich CEO Fraud (steht für Chief Executive Officer, und bedeutet sinngemäß Geschäftsführer, Fraud ist das englische Wort für Betrug). »Inzwischen ist das Phänomen weltweit zu beobachten«, warnt Nils Schröder von der Polizei Minden. »Die E-Mails sehen täuschend echt aus und sind schwer als Betrugsversuch zu erkennen. Neben Vereinen sind auch Firmen betroffen. Häufig ist es so, dass Konten im Ausland genannt werden. Dann geht es natürlich um deutlich größere Summen als im Fall des Stemweder Vereins.«

Wichtig sei eine genaue interne Absprache in Vereinen und auch Firmen, dass solche Zahlungsaufforderungen nicht per E-Mail kommuniziert würden, nur sondern im persönlichen Gespräch. Wolle man Zahlungen in Telefongesprächen vereinbaren, könnte ein vorher festgelegtes gemeinsames Pass- oder Signalwort hilfreich sein.

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