Kunstflieger sagen Teilnahme am Flugtag ab – dennoch 10.000 Besucher
Ideales Flugwetter gibt es nur in Bohmte

Bohmte/Stemwede (gp). Der traditionelle Tag der offenen Tür des Luftsportvereins Wittlage, hat am Maifeiertag wieder mehr als 10.000 Besucher angezogen. Nicht nur aus dem Wittlager und Osnabrücker Land waren sie angereist. »Luftsport zum Anfassen in familiärer Atmosphäre«, so lautete das Motto und das ist auf dem Bohmter Flugtag sprichwörtlich gemeint, eine Großveranstaltung als Familienausflug.

Freitag, 03.05.2019, 02:00 Uhr
Vom Tower aus ein Blick auf die über das Gelände fliegende Antonow. Foto: Gertrud Premke

Einige Besucher erschinen in dicker Winterkleidung. Das super Flugwetter, wie in Bohmte, traf wohl nicht für alle Regionen in Deutschland zu: Die angekündigte Piperstaffel aus Büsum hatte wegen See-Nebels ihre Teilnahme abgesagt. Ebenso konnte das Acroteam aus Meschede mit drei kleinen Doppeldeckern vom Typ Pitts den Flug nach Bohmte nicht antreten. Regen und Nebel im Sauerland ließen einen Start nicht zu.

»Sicherheit geht vor«

»Sicherheit geht vor«, bestätigte auch Dirk Nedderhoff, Vorsitzender des Luftsportvereins. So zeigte man allseits Verständnis für die Situation. Auch aus der Eifel hatte sich ein Flugzeug-Oldie, ein North-American T6 Militärtrainer, angemeldet, der ebenfalls aufgrund schlechter Witterung nicht starten konnte.

Doch die Besucher kamen trotzdem voll auf ihre Kosten: Zwei Hubschrauber und die »Tante Anna« aus Ballenstedt im Harz, standen für Rundflüge zur Verfügung. Die so genannte »Tante Anna« ist ein Antonov-Doppeldecker mit 1000 Pferdestärken und neun Sitzplätzen. Mit weiteren vier Flugzeugen jeweils aus Damme eine Robin DR 40, aus Melle eine Cessna 172 und aus Nordhorn eine Stampe SV4 – ein 80-jähriges fliegendes Museum – sowie mit zwei Do 27 konnte in die Luft aufgestiegen werden. Die Bundeswehr vom internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg war mit einem Schulungshubschrauber und einem Informationsstand vertreten.

Möglichkeiten zum Mitflug

Neben den vielen Mitflugmöglichkeiten gab es Information für die Ausbildung zum Privatpiloten für Segel-, Motorsegler-, Ultraleicht- und Modellflug.

Aus der Nachbarschaft waren etwa Luftsportler mit ihren Fliegern zu einem Maiausflug nach Bohmte aufgebrochen und standen in Reih und Glied startbereit abseits der Flugschneise. Ein aus einem Bausatz selbst gebautes Ultraleichtflugzeug konnte ebenfalls besichtigt werden.

Giesbert Leimkühler vom Luftsportverein Melle-Grönegau zeigte mit einem Segelflieger wie lautloser Kunstflug am Himmel das Publikum auf der Erde in Atem halten kann. Und auch der Ausstoß des gefärbten Rauchs fehlte bei den gedrehten Loopings nicht.

Ebenso versetzte ein kleiner Doppeldecker – im Cockpit der erfahrene Flugpilot Hans Altendeitering aus Nordhorn – die Zuschauer mit seinen Kunstwerken unter den Wolken ins Staunen.

Eine Kaffeetafel mit mehr als 120 Kuchen und Torten, gefertigt von den Vereinsmitgliedern, deren Frauen, Freundinnen und Freunden, zugunsten des Vereins sorgte für kulinarische Stärkung, wie ebenso zahlreiche weitere Verzehr- und Getränkestände. Zudem boten Marktbeschicker ihre Waren an.

Außerdem fand ein Flohmarkt zugunsten des Fördervereins statt – organisiert von der St. Thomas Kirchengemeinde. Der Bohmter Verein für Fitness und Gesundheit bot zudem eine Kinderbetreuung an. Eine Riesentombola rundete das Programm ab.

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