Für möglichen Umbau des Verwaltungstrakts Levern in Kita und Neubau an Amtshaus
Rat beschließt Architektenwettbewerb

Stemwede (WB). Entschieden ist zwar noch nichts, aber der Vorschlag von Bürgermeister Kai Abruszat, im Leverner Verwaltungsgebäude der ehemaligen Volksschule eine zweigruppige Kita einzurichten ist nach der jüngsten Ratssitzung ein großes Stück wahrscheinlicher geworden.

Freitag, 05.04.2019, 16:00 Uhr
Sollen hier die Verwaltungsmitarbeiter ausziehen, damit nach einer Gebäudesanierung eine Zwei-Gruppen-Kita einziehen kann? Ein Architektenwettbewerb soll Planungsvorschläge bringen.

Gleichzeitig, so hatte Abruszat vorgeschlagen, sollen die Verwaltungsmitarbeiter einen Anbau ans Alte Amtshaus bekommen.

Verkehrs- und Parkraumkonzept

Der Rat beauftragte die Gemeindeverwaltung während der Sitzung im Ilweder Hof schon mal, einen Architektenwettbewerb anzugehen. Ziel der Planung soll es sein, notwendige zusätzliche fehlende Kitaplätze sowie den von der Leverner Grundschule geäußerten Platzbedarf im jetzigen Verwaltungsgebäude Buchhofstraße 13 zu ermöglichen. »Es ist außerdem ein Planungsauftrag zu vergeben, um einen möglichen Anbau zu Verwaltungszwecken an das Alte Amtshaus anzubinden«, heißt es weiter im Ratsbeschluss. »Es wird bevorzugt, einen gemeinsamen Architektenwettbewerb auszuschreiben. Zu integrieren ist ein schlüssiges Verkehrs- und Parkraumkonzept, gegebenenfalls ein Parkleitsystem unter Beteiligung der Akteure und auch der Anwohnerschaft.«

Wettbewerbskosten sind gedeckelt

Belange des Denkmalschutzes und der Gestaltungssatzung des historischen Ortskerns sollen dabei berücksichtigt werden. Die Kosten für das Planungs- beziehungsweise Auswahlverfahren des Architektenwettbewerbs in Höhe von 110.000 Euro dürfen jedoch nicht überschritten werden.

»Die Verwaltung hat vor abschließender Behandlung beider potenzieller Bauvorhaben ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorzulegen, das die Vertragssituation mit dem möglichen Nutzer (Kita-Träger) sowie etwaigen Landeszuschüssen abbildet«, beschloss der Rat. Auf das Finanzierungskonzept hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Riesmeier gedrängt: Es sei wichtig, die langfristigen Auswirkungen des Vorhabens zu kennen, damit man wisse, welchen finanziellen Spielraum die Gemeinde dadurch in den nächsten Jahren noch habe, warnte Riesmeier.

Fraktionsvorsitzender Andreas Weingärtner betonte, die CDU wolle am Tag der Ratssitzung angesichts des drängenden Problems der fehlenden Kita-Plätze keine Diskussion darüber führen, ob es das Gesamtvorhaben geben solle oder nicht. »Grundsätzlich begrüßen wir das, fanden aber Formulierungen in dem ursprünglichen Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung als zu ambitioniert.

»Genügend Parkplätze«

Wenn da von ›Ist unverzüglich zu errichten‹ die Rede war, wäre dies ein Freifahrtschein für das gesamte Projekt. Außerdem besteht die CDU darauf, dass die Kosten für den Architektenwettbewerb mit 110.000 Euro gedeckelt werden.« Beide CDU-Forderungen fanden Eingang im abschließenden Ratsbeschluss.

Wie sieht es im Falle einer Verwirklichung der Pläne mit der Parkplatzsituation aus? Diese Frage beantwortete Fachbereichsleiter Jörg Bartel von der Gemeindeverwaltung. Er zeigte auf, dass von den vorhandenen 82 Parkplätzen lediglich 9 wegfallen würden. Rund um das Gelände gebe es aber noch Reserven für 25 Kurzzeit-Parkplätze – etwa mit entsprechenden Markierungen an den Straßen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6518931?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F
Flug mit Migranten aus Moria in Hannover gelandet
Unbegleitete minderjährigen Migranten, kranke Kinder oder Jugendliche sowie ihre Familien aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria sind am Morgen in Hannover angekommen.
Nachrichten-Ticker