Löschgruppe Destel feiert – Ausgabe der STEMWEDER ZEITUNG kommt in Zeitkapsel
Richtkranz ziert das neue Gerätehaus

Stemwede (WB). »Es ist geschafft« – das ging Friedhelm Levermann, seit mehr als 30 Jahren Löschgruppenführer in Destel, durch den Kopf, als er den mit bunten Bändern geschmückten Richtkranz auf dem Dach des neuen Feuerwehrgerätehauses platzierte.

Dienstag, 05.03.2019, 05:00 Uhr
Nachbarin Bärbel Harrmann (von links), Polier Marc Strathmeier von der Firma Depenbrock, Löschgruppenführer Friedhelm Levermann und sein Stellvertreter Uwe Hahler haben nach altem Brauch den Richtkranz aufgehängt. Foto: Charlotte Peitsmeier

Lange schon hatten die Desteler auf ein neues Feuerwehrgerätehaus gewartet – umso größer war die Freude, als am Samstagmorgen am Standort an der Desteler Straße Richtfest gefeiert werden konnte.

Altes Stück Tapete

Die Zeitkapsel, die in das Mauerwerk des neuen Desteler Feuerwehrgerätehauses eingesetzt wird, enthält neben einer aktuellen Ausgabe der STEMWEDER ZEITUNG, einem Stück Tapete vom alten Gerätehaus sowie einigen Geldmünzen auch das Protokoll der Jahreshauptversammlung der Löschgruppe Destel aus dem Jahr 1998.

Warum gerade von 1998? Zu diesem Zeitpunkt hat die Löschgruppe bereits den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses beantragt. Das alte Gebäude stammt noch aus dem Jahr 1950 und entspricht mit seinem über eine schmale Treppe zu erreichenden Obergeschoss, das bis ins Jahr 1979 noch von einem Schneidermeister bewohnt wurde, nicht mehr den modernen Anforderungen an ein Feuerwehrgerätehaus. Für Bürgermeister Kai Abruszat rechtfertigt die lange Wartezeit von 20 Jahren einmal mehr die jetzige Umsetzung des Neubaus.

Fünf neue Gerätehäuser für Stemwede

Derzeit entstehen im Zuge eines Großprojektes fünf neue Feuerwehrgerätehäuser für Stemwede. Die Veranstaltung am Samstag bedeutete für Kai Abruszat zugleich »Halbzeit im Richtfest-Marathon«. Die Gemeinde investiert etwa 10,2 Millionen Euro in die Bauvorhaben, 1,493 Millionen Euro werden davon für den Standort Destel fällig.

»Können wir uns das überhaupt leisten?« Diese Frage wurde Abruszat in den vergangenen Wochen häufig gestellt. Seine Antwort: »Wir können – und in Bezug auf die Feuerwehr müssen wir das auch. Denn eine Investition in die Feuerwehr ist die beste Lebensversicherung«.

Er lobte in diesem Zusammenhang den herausragenden Einsatz, den die Feuerwehr freiwillig für die Gemeinde leistet: »Die Löschgruppe Destel steht dabei für Kontinuität.« Diese werde durch das Führungsduo Friedhelm Levermann und seinen Stellvertreter Uwe Hahler symbolisiert, die gemeinsam seit 32 Jahren die Löschgruppe leiten.

Beim Reitturnier fing alles an

Levermann erinnert sich noch ganz genau an den Tag, als der Traum vom neuen Gerätehaus für ihn ein Stück realer wurde: »Vor eineinhalb Jahren im August, beim heimischen Reitturnier hier in Destel, deutete unser Bürgermeister bei einem Glas Bier an, dass der Neubau klappen könnte«. Daraufhin sei alles ganz schnell gegangen, betonte Levermann und sprach in diesem Zusammenhang Rat und Verwaltung, der Firma Depenbrock sowie allen Kameraden sein Lob aus: »Man hat viel Kraft und Energie investiert und wie aus dem Nichts den Neubau entstehen lassen. Heute ist ein denkwürdiger Tag.«

99,70 Quadratmeter Bruttogrundfläche

Davon, wie gut der Bau in den vergangenen Wochen vorangekommen ist, konnten sich alle Interessierten bei einem Rundgang überzeugen. 499,70 Quadratmeter Bruttogrundfläche misst das Gebäude und gliedert sich in zwei Baukörper: eine Fahrzeughalle und einen Sozialtrakt, der über einen großen Schulungsraum mit Medienausstattung, ein Büro, eine Küche und über DIN gerechte Dusch-, WC- und Umkleideräume verfügen wird.

Nachbarin Bärbel Harrmann kam schließlich noch eine besondere Aufgabe zu: Gemeinsam mit Polier Marc Strathmeier von der Firma Depenbrock sowie dem Führungsduo Friedhelm Levermann und Uwe Hahler durfte sie nach altem Brauch den Richtkranz aufhängen »Das ist wie Blasheimer Markt«, lachte sie, als es hoch hinaus ging.

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