»Luftkurort Levern« oder sogar »Bad Levern« langfristig im Blick
Tourismus in Stemwede wächst stark

Stemwede (WB). Deutliche Zuwachszahlen hat der Tourismus in der Gemeinde Stemwede im vergangenen Jahr verzeichnet. Wie die jetzt veröffentlichen Zahlen des Landesbetriebes für Informationstechnik, »IT, NRW« (siehe Tabelle oben), zeigen, stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zu 2017 um 12 Prozent.

Samstag, 02.03.2019, 16:00 Uhr
Auch der Fahrrad-Tourismus, hier ein Symbolbild, wäre in Stemwede noch weiter ausbaufähig, etwa in Verbindung mit dem nahen Dümmer. Das flache Land und die Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde bieten sich dafür ideal an. Foto: dpa

Bei den Tagesgästen gab es ein Plus von 4,5 Prozent. Mit den Zahlen wird sich am Mittwoch, 13. März, auch der Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus in öffentlicher Sitzung beschäftigen. Beginn ist um 17 Uhr im Hotel Meyer-Pilz in Levern.

Auf Anfrage zeigte sich Bürgermeister Kai Abruszat erfreut über die jüngsten Daten. »Sie zeigen, dass mehr Menschen nach Stemwede kommen, um sich hier aufzuhalten und einen Kurzaufenthalt zu machen. Und sie bleiben auch länger. Das zeigt die Zahl der Übernachtungen, die mit 12 Prozent überproportional gestiegen ist.«

Weitere touristische Strategien

Das sei eine erfreuliche Entwicklung und verdeutliche, dass die Bestrebungen, Stemwede als touristisches Gebiet im Naturpark Dümmer zu vermarkten, angenommen werde. »Hier wollen wir anknüpfen und weitere touristische Strategien entwickeln, um Stemwede noch interessanter zu machen«, kündigte Abruszat an. »Ich denke da an Gäste, die sich für Natur und Landschaft sowie für Radtourismus interessieren.«

Einen weiteren Akzent könne man setzen, wenn touristische Aktionen stärker interkommunal vernetzt würden, betont Abruszat. »Eine Kommune, die sich lediglich allein bewerben will, wird auf Dauer keine Aussicht haben, hinreichend wahrgenommen zu werden. Es gibt im Altkreis Lübbecke vielfältige kulturtouristische und kulturhistorische Angebote, die man – verbunden mit Strategien im Bereich Wellness, Sport und Kultur – erfolgreich vermarkten kann.« Das stärke die heimische Wirtschaft sowie die Akteure aus dem Bereich Hotellerie und Gas­tronomie: »Es bringt Frequenz in die Region.«

»Bürgermeister darf ja mal träumen«

Levern mit seinem historischen Ortskern sei aktuell ja ein Erholungsort. »Ich bin jedoch überzeugt davon, dass wir den Status des staatlich anerkannten Luftkurortes erreichen sollten, um in einer Liga mit den Kurorten in der Region mitspielen können«, sagte Abruszat. »Dass dies erfolgversprechend ist, zeigen Daten aus Hille. Dieser Ort hat 2018 den Status vom Erholungsort zum Luftkurort mit seinem Ortsteil Rothen­uffeln geschafft. Hille hat zwar weniger Gäste und Übernachtungen als Stemwede, aber die erfreuliche Daten deuten auf einen Zusammenhang mit dem Aspekt Luftkurort hin.« Wenn er in die fernere Zukunft schaue – »und auch ein Bürgermeister darf ja mal ins Träumen kommen« – wäre der Status »Bad Levern« eine interessante Perspektive: »Bis dahin liegt aber noch ein steiniger Weg vor uns.«

Dazu ein Kommentar von Dieter Wehbrink:

Starke Wirtschaftsdaten und jetzt auch noch ein Tourismus-Boom: Es läuft einfach vieles richtig rund in Stemwede. Der Tourismus ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Er bringt Menschen in die Gemeinde, die zum Teil viel Geld in Gaststätten und Hotels lassen. Davon profitieren indirekt auch nachgelagerte Betriebe.

Und es könnte noch besser kommen: Der Plan, Levern zum Luftkurort oder gar zum »Bad« zu machen, ist kühn, aber keineswegs tollkühn. Er sollte konsequent verfolgt werden.

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