Hendrik Wüst besucht Stemwede – Geld für Landesstraßenabschnitte Minister schätzt Tempo-Tafeln

Stemwede (WB). Erneut hat Bürgermeister Kai Abruszat ein Mitglied der Landesregierung in Stemwede begrüßt – diesmal seinen Duzfreund Hendrik Wüst (CDU), den NRW- Verkehrsminister.

Von Dieter Wehbrink
Daumen hoch für ein langsam fahrendes Auto: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat haben sich die Tempo-Tafel auf der Leverner Straße angesehen. Sie misst die Geschwindigkeit und zeigt sie den Fahrern an
Daumen hoch für ein langsam fahrendes Auto: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat haben sich die Tempo-Tafel auf der Leverner Straße angesehen. Sie misst die Geschwindigkeit und zeigt sie den Fahrern an Foto: Dieter Wehbrink

Der prominente Gast, den Abruszat aus seiner Zeit als FDP-Landtagsabgeordneter kennt, kam am Mittwoch direkt von der feierlichen Teilstück-Einweihung der A 33 zwischen Steinhagen und Bielefeld. Im Ulderup-Sitzungssaal in Levern wurde Wüst von Stemweder Ratsmitgliedern sowie von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung empfangen. Fachbereichsleiter Werner Bahnemann – mit mehr als 40 Dienstjahren ein profunder Gesprächspartner – gab Hendrik Wüst einen umfassenden Überblick über die Verkehrsinfrastruktur der ländlichen Gemeinde Stemwede.

Stemwede bittet um Fördermittel

Bahnemann verband dies mit der deutlichen Bitte an den Minister, dass das Land doch durch fortlaufende – am besten noch zu erhöhende – Investitionspauschalen den Erhalt der kommunalen Straßen nach Kräften fördern möge. Auch solle Düsseldorf so engagiert wie möglich Mittel für die Landesstraßen-Sanierung und für Radwege an Landesstraßen bereitstellen. Ebenso wie Kai Abruszat wies Bahnemann eindringlich darauf hin, wie wichtig die Verkehrsinfrastruktur für Stemwede, für dessen Wirtschaftskraft und für dessen Bürger sei.

Hendrik Wüst betonte, dass das Land in diesem Jahr deutlich mehr Geld für die Landesstraßen in NRW ausgebe. Insgesamt stünden 160,85 Millionen Euro für Erhaltungsmaßnahmen bereit. Das seien 33,35 Millionen Euro mehr als 2017. Ab 2018 würden die Mittel sukzessive auf das Niveau von 200 Millionen Euro steigen. Diese Summe werde benötigt, um marode Streckenabschnitte zu sanieren.

Stemweder-Berg-Straße, L 770 und Teilstück vor Hunteburg profitieren

Wie der Minister berichtete, sollen in diesem Jahr drei Streckenabschnitte in Stemwede von den Erhaltungsmaßnahmen profitieren. Vorgesehen sind Deckenerneuerungen auf der L 770 von der Gaststätte Jobusch bis zum Autohaus Pieper (450 000 Euro), auf der Stemweder Berg-Straße von der Schepshake in Arrenkamp bis zum Ortseingang Westrup (200 000 Euro) und ein kurzes Teilstück der L 766 von der B 51 bis zur Landesgrenze in Meyerhöfen (60 000 Euro). »Somit fließt ein Großteil der 950.000 Euro, die NRW 2018 für Landesstraßensanierungen in den Kreis Minden-Lübbecke gibt, nach Stemwede«, sagte Abruszat.

Tempo-Tafeln disziplinieren Raser

Der Bürgermeister bat den Minister zum Ende des Besuchs zu einem Außentermin: An der Leverner Straße hat die Gemeinde eine von vier neuen Geschwindigkeitsanzeige-Tafeln aufgestellt. Stemwede gab dafür insgesamt 8000 Euro aus. Die neuen Geräte ergänzen die vier bereits vorhandenen. Sie werden an besonders verkehrsträchtigen Stellen aufgestellt, um Raser zu disziplinieren. An der Leverner Straße darf innerorts nur 50 km/h gefahren werden. Jedes vorbeifahrende Auto wird von der Messanlage erfasst. Der Fahrer bekommt seine gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Ist er zu schnell, kann er runter vom Gas gehen. »Die Wirkung dieser Anlagen auf das Verhalten der Autofahrer ist wissenschaftlich belegt«, erklärte Kai Abruszat. »Wir setzen auf Erziehung und nicht auf das Blitzen, was von vielen Autofahrern als Schikane empfunden wird.« Die Messanlagen sollen etwa zehn Tage lang an neuralgischen Stellen aufgestellt werden, bevor sie den Standort wechseln.

Beim Ministerbesuch in Stemwede ging es auch um Radwege sowie um den öffentlichen Personennahverkehr. Dazu hatte Kai Abruszat den Geschäftsführer der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft, Achim Overath, eingeladen (weiterer Bericht folgt).

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