Viele Besucher bei den Traditionsveranstaltungen Im Kreisgebiet Osterfeuer spenden Wärme

Stemwede/Rahden/Lübbecke/Espelkamp (WB). Überall haben am Osterwochenende die traditionellen Feuer gelodert. Sie boten Anlass für Besucher und vor allem Familien, in Gesellschaft das Osterfest zu feiern und das Frühjahr zu begrüßen.

Die Mitglieder der Dorfgemeinschaft Anke Gralla-Faltermeier, Elke Papenfuß, Angela Wellmann und Tina Papenfuß stoßen an.
Die Mitglieder der Dorfgemeinschaft Anke Gralla-Faltermeier, Elke Papenfuß, Angela Wellmann und Tina Papenfuß stoßen an. Foto: Heidrun Mühlke

Stemwede-Haldem

In Haldem waren es die Mitglieder der Initiative »Haldem macht was«, die das

Spektakel an der Feldscheune organisiert haben. »Bereits zum dritten Mal haben wir uns diesen idyllischen Platz für das Osterfeuer ausgesucht«, erklärte Tina Papenfuß. Groß sei die Resonanz in den Vorjahren gewesen und auch diesmal kamen nicht nur Haldemer, um der Veranstaltung einen Besuch abzustatten.

Bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes konnte das Frühlingswetter gut die flammende Unterstützung des Feuers beim Vertreiben der Wintergeister gebrauchen. Ein Übriges taten diverse Getränke – in Haldem gab es neben Eierlikör und allerlei »Schluckitäten« eine eigens für das Osterfeuer kreierte Osterbowle, die auch regen Absatz fand.

Natürlich hatten die Initiatoren auch für die Kinder mit Fruchtcocktail und einer Süßigkeitentüte gesorgt. Das Beste überhaupt aber war für die kleinen Osterfeuerbesucher, dass sie das Feuer unter der Regie der Feuerwehrkameraden mit ihren brennenden Fackeln selbst anzünden durften.

Rahden-Wehe

1993 also vor 25 Jahren wurde das erste Gemeinschaftsosterfeuer in Wehe-Langenhorst entfacht. Eingeläutet wurde die Feier mit der neu errichteten Glocke an der Langenhörster Ecke. Am Ostersonntag war es wieder so weit: Die Brandmeister Andreas Bohnhorst und Hartmut Langhorst zündeten pünktlich 20 Uhr den riesigen Holzhaufen. Die Kinder wurden vom Osterhasen mit bunten Eiern und Süßigkeiten überrascht. Getränke und Heißes vom Grill wurde reichlich angeboten.

Warum Osterfeuer? Die Organisatoren meinten: »Tradition soll erhalten bleiben und der Zusammenhalt und die Gemeinschaft soll gepflegt werden. Unsere Kinder freuen sich und auch sie lernen schon das Miteinander.« Nach einem geselligen Abend endete die lebendige Feier.

Hedem

Die Hedemer wurden bei ihrem traditionellen Osterfeuer auf dem Hof Rahe von der Partyband »Anhängerband« überrascht. Die Combo war auf der Durchreise nach Varlheide und legte eine Pause beim Osterfeuer der Dorfgemeinschaft ein. Kurz nachdem das Feuer entfacht worden war, fuhr der Anhänger samt Band zur großen Überraschung aller auf den Hof. Wie üblich war die Band dabei schon im vollen Einsatz. Die vier Bandmitglieder spielten bereits den Song »Summer of 69«, als sie langsam auf dem Hof rollten. Es dauerte nicht lange und die Hedemer rockten mit. Obwohl die »Anhängerband« etwa um 21 Uhr Hof Rahe schon wieder verlassen musste, feierten die Hedemer bis tief in die Nacht weiter. Mit etwa 150 Gästen war das Osterfeuer ein voller Erfolg.

Büttendorf

»Seit 45 Jahren brennen wir hier unser Osterfeuer ab und hatten wohl selten so super Wetterbedingungen«, hat Klaus Grätz, der Vorsitzende der Naturfreunde Büttendorf, am Sonntagabend »Am Schafstall« in Büttendorf geschwärmt. Dort steht die Schutzhütte des Heimatvereins und in sicherem Abstand davon hatten Grätz und seine Vereinskollegen das Feuer angezündet.

Am Sonntag trafen sich Büttendorfer Bürger und Gäste aus vielen Hüllhorster Ortsteilen, zu dem traditionellen Feuer und führten angeregte Gespräche. Den Kindern wurde es auch nicht langweilig: Die Dorfgemeinschaft Büttendorf hatte eine Hüpfburg zur Verfügung gestellt, auf der tummelten sich die Kleinen. Das beheizte Zelt sorgte für warmen Unterschlupf. Um das Essen kümmerte sich die Landfleischerei Schuster.

Espelkamp-Vehlage

Die Kinder aus Vehlage hatten am vergangenen Ostersonntag ihren Spaß. Die Dorfgemeinschaft hatte zum Osterfeuer geladen und zur Freude der vielen Kids sogar einen Osterhasen engagiert Der Löffelmann hatte auf dem großen Areal vor dem Gemeinschaftshaus 120 Eier versteckt. Darunter drei goldene Eier. Wer die goldenen Eier gefunden hatte, durfte später das Osterfeuer unter der Aufsicht von Feuerwehrmänner anzünden. Die Ostereier wurden schnell gefunden. Thure (8), Lennart (12) und Loredana (5) durften das Feuer anzünden. Doch zuvor führten die Kinder den mehr als 100 Besuchern noch einen Tanz vor.

Obermehnen

Warm gekleidet aber fröhlich fanden zahlreiche Besucher den Weg zum Osterfeuer in Obermehnen. Bratwurst und Kaltgetränke fanden guten wenngleich hier und da zu hören war, dass ein Glühweinstand bei den noch recht winterlichen Temperaturen keine schlechte Idee gewesen wäre.

Seit mehr als 50 Jahren veranstaltet der Heimatverein Babilonie der im vergangenen Jahr sein 60-jähriges Bestehen feierte, das Osterfeuer für die Dorfgemeinschaft. Dazu gehört der Besuch des Osterhasen, der Hefegebäck an die Kinder verteilt und für das eine oder andere Erinnerungsfoto posiert.

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