Riesenspaß auf Bühne: Laienspieler sorgen für Lachsalven Nonne siegt beim Strip-Poker

Stemwede (WB/hm). Außergewöhnlich große Spielfreude ist es, was die Oppenweher Laienspielschar seit jeher auszeichnet. Und eben diese stellten sie jetzt mit ihrem neuen plattdeutschen Stück »Nonnenpoker« auf der Bühne von Meier’s Deele im Spargeldorf unter Beweis.

Alles andere als brav und anständig: Beim Strip-Poker im Kloster geht es hoch her. Die Nonnen haben immer einen Trumpf im Ärmel. Die beiden Mafiosi müssen ein Kleidungsstück nach dem anderen ablegen. Das sorgt für viel Spaß beim Publikum.
Alles andere als brav und anständig: Beim Strip-Poker im Kloster geht es hoch her. Die Nonnen haben immer einen Trumpf im Ärmel. Die beiden Mafiosi müssen ein Kleidungsstück nach dem anderen ablegen. Das sorgt für viel Spaß beim Publikum. Foto: Heidrun Mühlke

Das Laienensemble spielte sich bei der sonntäglichen Premiere im Nu in die Herzen der Zuschauer. Auf dem Spielplan stand die Komödie »Nonnenpoker« aus der Feder von Jennifer Hülser. Die fünf Nonnen in ihrem heruntergekommenen Kloster »Am Burgberg« vertreiben sich die Zeit nicht allein mit frommen Gebeten, sondern zocken nur zu gern bei einer zünftigen Pokerpartie.

Fragwürdige Gestalten

Hinter dem Rücken der Mutter Oberin Lucretia (Annette Köllner) mischen die Schwestern Agathe (Iris Staas-Johann), Lucy (Tanja Riesmeier), Elisabeth (Katja Döhnert) und Eva-Maria (Katrin Nagel) gerne mal die Karten.

Als eines Tages die beiden fragwürdigen Gestalten Antonio (Henrik Pieper) und Salvatore (Sven Winkelmann) auftauchen, gerät das fromme Klosterleben gehörig aus den Fugen. Dass die beiden windigen Gesandten aus Rom nicht nur überprüfen wollen, ob das »Vaterunser« der Gebetsnorm entspricht, wird schnell klar und die Nonnen sind dem »Kerlsbesuch« gar nicht mal so abgeneigt.

Sie wittern ihre große Chance und wollen den beiden Gaunern den mitgebrachten Geldkoffer des Big Boss (Stephan Köllner) bei einem Pokerspiel abluchsen. Andererseits vermuten die Schurken einen Schatz im alten Klostergemäuer und durchsuchen jeden Winkel.

Mafiosi ausgezogen bis auf Unterwäsche

Als die beiden Mafiosi – nur mit Unterwäsche bekleidet – auf die Bühne wanken, kommen die Zuschauer aus dem Lachen kaum noch heraus. Die etwas durchgeknallte Schwester Lucy hat mit dem Gangsterpärchen im Keller feuchtfröhlichen Strip-Poker gespielt und dabei haben die drei den Messwein verköstigt. Nun wollten sie eine weitere Runde mit allen Schwestern zocken, um »an de Unnerböxen tou komen!«

Dabei sind die Szenen so komisch, dass sich auch die Schauspieler das Lachen nur mit Mühe verkneifen können, sehr zur Freude des Publikums, das Tränen gelacht hat. Die Laienspieler brillierten in ihren auf den Leib geschneiderten Rollen. Leise flüsternd half Andrea Melcher dem Ensemble als Souffleuse auf die Sprünge, für Bühne und Technik zeichneten Alfred Melcher und Erhard Martens verantwortlich.

Noch weitere Aufführungen

Wie der Dreiakter ausgeht, sei an dieser Stelle nicht verraten, denn die Oppenweher Laienspielerschar steht mit »Nonnenpoker« nochmals an drei Wochenenden auf der Bühne. Weitere Termine im Saal von »Meier’s Deele«: Sonnabend, 18. November, 18 Uhr mit Schnitzelbuffet mit Anmeldung, Theaterbeginn 19.30 Uhr, Sonntag, 19. November, 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen mit Anmeldung, Theaterbeginn 14.30 Uhr, 18 Uhr mit Entenessen mit Anmeldung, Theaterbeginn 19.30 Uhr. Jeweils Freitag, 24. November und 1. Dezember, nur Theater ab 19.30 Uhr.

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