20.000 Besucher erwartet: 41. Open Air-Festival bietet große musikalische Bandbreite 24 Bands spielen in Stemwede

Stemwede (WB). Das Stemweder Open Air-Festival im Ilweder Wäldchen geht am 18. und 19. August in die nächste Runde. Auf zwei Bühnen treten 24 nationale und internationale Bands auf.  Top Act sind »Fehlfarben«, »Peter And The Test Tube Babies« und »Nosliw«.

»Es geht voran« – dieser Hit hat in den 80er Jahren die Band »Fehlfarben« berühmt gemacht. Sie tritt Samstag in Stemwede auf.
»Es geht voran« – dieser Hit hat in den 80er Jahren die Band »Fehlfarben« berühmt gemacht. Sie tritt Samstag in Stemwede auf.

Die »Fehlfarben« brachten 1980 mit dem Album »Monarchie und Alltag« einen Giganten der deutschen Popgeschichte auf den Markt. Dank des Hits »Es geht voran« wurde die Band einer breiten Masse bekannt. Auf der Waldbühne spielt sie erstmals alle elf Songs ihres Erfolgsalbums in einem Konzert. 

Sänger geht auf Abschiedstour

Der Vorhang fällt: »Nosliw« beendet seine musikalische Karriere. Als Dank für 16 Jahre auf der Bühne begibt sich der bis dato erfolgreichste deutschsprachige Reggae-Sänger auf eine große Abschiedstour. Seit »Nosliw« 2002 mit »Nur Dabei« durchstartete, gab es fünf Alben, zwei EPs und zahlreiche Hits zu feiern.

Alter, aber nicht weiser, präsentieren sich »Peter And The Test Tube Babies« aus dem britischen Brighton – immer noch witzig, voller Spielfreude und energiegeladen. 39 Jahre Geschichte hat die Band auf dem Buckel. Der ersten Veröffentlichung »Elvis Is Dead« (1978) folgten unzählige Veröffentlichungen mit Punk-Klassikern wie »Banned From The Pubs« und »Run Like Hell«.

Tour-Support der Toten Hosen

Der extrem melodiöse, druckvolle, hymnische und technisch einwandfrei gespielte Westcoast-Punkrock von »Useless ID« klingt, als sei die Band in Kalifornien neben Größen wie »NoFX« und »Bad Religion« aufgewachsen. Völlig falsch: Sie kommt aus Haifa/Israel. 2012 spielte sie als Tour-Support der Toten Hosen.

»NH3« aus Italien macht Ska Core – sehr treibend, abwechslungsreich, tanzbar und weit entfernt vom klassischen verspielteren Ska. Da wundert nicht die musikalische Verwandtschaft zu Bands wie »Talco«, »Los Fastidios« oder »RedSka«.

»Vladi Wostok« stürzt sich als Erfinder des »Ruski Surf« in russische Chansons, Hochzeitshymnen und Surfnummern. Frontman Vladi entführt mit seinen Erzählungen und authentischem Gesang in seine Heimat, in das Herz des Kaukasus. Das Publikum tanzt und feiert zu Polka und Gypsy, surfenden Gitarren und Bass.

20 Jahre der Punk- und Hardcore-Geschichte

Die Band »Healer« vereint diverse Elemente, die bereits große Rockbands der 70er und 80er Jahre ausgezeichnet haben: stampfende Riffs, stadiontaugliche Hymnen, flirrende Synthies und ausufernde Vocals. Die sechs Musiker verneigen sich vor den Helden dieser Ära, ohne ihre eigene Handschrift vermissen zu lassen.

»Shellycoat« widmet sich melodischem und gradlinigem Punkrock, der vor allem beeinflusst ist vom amerikanischen Punk der frühen 90er Jahre. Aber auch die darauf folgenden 20 Jahre der Punk- und Hardcore-Geschichte sind nicht spurlos an den vier Musikern und ihrer Sängerin vorbeigegangen, so dass moderner Sound mit eingängigen Melodien verbunden wird.

»Herr Müller« legt alles auf

Mit ihrer Musik reist die deutsch-französische Hip-Hop-Band »Passepartout« durch das Mississippi-Delta, tanzt Salsa in Kuba und macht sich die Straßen Frankreichs zu eigen. In dieser bunten Tüte aus Rap, Soul, Jazz und Rock ’n’ Roll ist für jeden was dabei.

Außerdem gibt es an beiden Tagen im DJ-Zelt Musik bis zum Morgen. Das DJ-Team »Herr Müller« legt am Freitag alles auf, was rockt. Am Samstag spielt das »Muppet-DJ-Team« Hip-Hop, Trip-Hop, Metal, Hardcore, Independent, Elektropunk, Rock, Reggae, Punk, Ska und mehr. Seit einigen Jahren gibt es das »Sonnensystem«. Freitags und am Samstagnachmittag ist dort Singer/Songwriter-Zeit. Abends öffnet der Dancefloor mit Elektro und House.

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