Bahnbrücke Drohne: Kostenübernahme noch nicht geklärt Verhandlungen mit derBahn »höchst ärgerlich«

Drohne/Stemwede(ni). Es gibt schon wieder Ärger mit dem Neubau der Bahnbrücke in Drohne. Zwar laufen die Bauarbeiten zügig, aber die so genannte Kreuzungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn verursache Probleme, sagte Bauamtsleiterin Birgit von Lochow im Betriebsausschuss.

Die Bauarbeiten an der Drohner Bahnbrücke gehen gut voran. Allerdings sind Kostenfragen noch nicht geklärt.
Die Bauarbeiten an der Drohner Bahnbrücke gehen gut voran. Allerdings sind Kostenfragen noch nicht geklärt. Foto: Nichau

Planmäßig seien in der Nacht zu Pfingstmontag bei Sperrung der Bahnlinie die Überbauteile der Brücke eingesetzt worden, erläuterte sie. Nicht geklärt sind allerdings einige Kostenübernahmen durch die Gemeinde, die einen Großteil der Baukosten vorfinanziert hat. Muss diese etwa die Kosten für die Oberleitungsarbeiten tragen?

»Wer zahlt was und wie viel? Normalerweise ist das gesetzlich geregelt und wird in einer so genannten ›Kreuzungsvereinbarung‹ mit der Bahn AG festgelegt«, erläuterte die Bauamtsleiterin. Doch sei teilweise noch gar nicht geklärt, um wie viel Geld es tatsächlich gehe.

»Ist Stemwede der einzige Ort, wo das so merkwürdig läuft?«, wollte Jürgen Lückermann (FWG) von der Verwaltung wissen. Denn letztlich sei ja die Gemeinde wohl nicht der einzige Ort, an dem in Zusammenarbeit mit der Bahn eine neue Brücke errichtet würde.

Doch von Lochow musste zugestehen, dass »normalerweise zuerst eine Vereinbarung getroffen würde und dann der Bau erfolgt«. Stemwede liege ein Entwurf des Vertrages vor. Nur: Darin würden entsprechende Kosten noch fehlen, weil diese von der Bahn nicht berechnet wurden. Unter anderem die Kosten für die Oberleitungen.

Andreas Weingärtner (CDU): »Es kann aber nicht sein, dass wir als Gemeinde Oberleitungen für die Bahn bezahlen sollen. Das ist in höchstem Maße ärgerlich.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.