Sieger beim Gewinnspiel: Stemweder nimmt Kult-Maschine in Dielingen entgegen Volker Hoolt gewinnt eine Harley

Stemwede (WB). Zuerst hat Volker Hoolt noch an einen hinterlistigen Anruf gedacht: »Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen«, hieß es am Telefon. »Aha«, dachte der Drohner. »Jetzt kommt bestimmt hinterher: ›Sie müssen nur noch eine kleine Summe anzahlen‹ oder so.«

Von Dieter Wehbrink
Volker Hoolt aus Drohne ist jetzt stolzer Besitzer einer Harley Davidson Sportster 72.
Volker Hoolt aus Drohne ist jetzt stolzer Besitzer einer Harley Davidson Sportster 72. Foto: Dieter Wehbrink

Doch die Stimme am anderen Ende fügte überraschend hinzu: »Sie bekommen die Harley Davidson Sportster«. Und plötzlich dämmerte es Volker Hoolt, dass er womöglich doch ein Glückspilz sein könnte. Tatsächlich: Der 50-jährige Drohner ist der Gewinner eines Internet-Gewinnspiels des Discounters Netto und der Firma PepsiCo.

Maschine aus Koblenz angeliefert

Jetzt nahm Hoolt das 12.000 Euro teure Motorrad in Gegenwart seiner Familie und vieler Kunden am Netto-Markt in Dielingen entgegen. Gebietsverkaufsleiter Murat Uksal gratulierte ihm dazu. Fachhändler Manfred Pick aus Koblenz hatte die Harley Davidson mit einem Lieferwagen nach Dielingen gebracht.

Mit ungläubigen Blicken musterte der Stemweder zunächst seine Maschine – ein optisches Schmuckstück der amerikanischen Kult-Motorradmarke. Diese Harley ist ein Retro-Modell, ein Nachbau des legendären Sportsters von 1972, mit Speichenrädern und Zahnriemenantrieb. Entsprechend »nackt« im Vergleich zu Bikes neuerer Generationen sieht die schwarze Schönheit deshalb aus. Sie verfügt aber schon über Ausstattungen wie Alarmanlage und Wegfahrsperre.

Der Harley-typische V-Motor leistet 70 PS. Seinen kernig blubbernden Sound ließ Manfred Pick in Dielingen kurz ertönen. Die Harley ist 170 km/h schnell.

Einst Suzuki 600 gefahren

»Jetzt glaube ich es wirklich so langsam, dass ich sie bekomme«, sagte der Drohner, als er auf dem Ledersitz Platz nahm. »Vor 18 Jahren habe ich meine Suzuki 600 verkauft. Das Fahren wurde mir damals zu gefährlich. Der Grund war die Geburt meines Sohnes«, erzählte der 50-jährige und blickte dabei seine Frau Anke fragend an.

Von der Gattin kam zumindest kein spontanes »Motorrad-Verbot«. Bis kurz vor der Übernahme der Harley hatten sich die Hoolts nicht entschieden, ob sie die Maschine behalten oder verkaufen wollen.

Berühmt aus Film Easy Rider

Dass die Harley ein Hauch von Mythos umgibt, war gestern bei den Kunden auf dem Parkplatz zu spüren. Die Motorradmarke aus Milwaukee, Wisconsin (USA), ist auch durch den Film »Easy Rider« bekannt geworden: Peter Fonda brauste mit einer Harley in Richtung Freiheit.

»Allerdings muss man wissen, dass die Wartung in Deutschland eigentlich nur von spezialisierten Werkstätten durchgeführt werden kann«, sagte Manfred Pick. »Die Amerikaner verwenden beispielsweise das Maß ›Zoll‹. Man braucht dafür Spezialwerkzeug.«

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