Grünes Licht für fristgerechten Förderantrag: Tonnenheider Projekt wird jetzt auf den Weg gebracht
Sportpark-Förderung hat Priorität

Rahden -

Welches Projekt soll Fördermittel aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten erhalten?

Mittwoch, 13.01.2021, 02:00 Uhr
Der TuS Eintracht Tonnenheide möchte das Sportlerheim umbauen und um die Räume des Feuerwehrgerätehauses ergänzen. Außerdem will sich der Verein mit einem Umfeldkonzept Foto: Michael Nichau

Die Zeit für eine Antragstellung drängt: Abgabetermin der Anträge ist am 15. Januar. Und so hatten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses – sie tagten in Corona-Zeit stellvertretend für den Rat – keine leichte Aufgabe, denn sie mussten eine Rangfolge von vier Maßnahmen im Stadtgebiet erstellen.

Zur Wahl standen der Sportpark Tonnenheide , die Sanierung der Stadtsporthalle sowie der Umbau und die Erweiterung des Sportplatzes am Brullfeld mit Umkleidekabine (2 Anträge).

Guido Peitsmeier stellte für die CDU den Antrag, vorrangig das Tonnenheider Projekt zu favorisieren. „Es geht auch darum, das Vorhaben mit den besten Chancen in diesen Fördertopf zu nehmen. Dies würde die Stadt im Erfolgsfall nichts kosten“, sagte der CDU-Fraktionssprecher. FDP, SPD und Grüne sprachen sich für die Renovierung des Brullfeldes aus, während auch die AfD das Sportpark-Projekt bevorzugte.

Letztlich entschied – nach einem Appell von Tonnenheides Ortsvorsteher Christian Krüger („Der Sportverein kann so etwas nur mit diesem Zuschuss schaffen.“) – die Abstimmung. Bei einer Gegenstimme stimmten die Ausschuss-Mitglieder dafür, ausschließlich den Tonnenheider Antrag im „Investitionspakt“ auf den Weg zu schicken.

Doch erhielt die Verwaltung auch den Auftrag, für die anderen Projekte Förderungen zu erwirken. Mit in die Entscheidung spielte auch hinein, dass Brullfeld und auch Stadtsporthalle über Mittel des neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (IKEK) gefördert werden könnten. Zudem obliege die Unterhaltung und damit auch die Sanierung der Stadtsporthalle als Schulsportstätte ohnehin der Stadt Rahden.

Auch über die Priorisierung der Projekte in den Außenortschaften – sie könnten über das „Förderprogramm Dorferneuerung“ finanziell unterstützt werden – hatten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses zu entscheiden. Hier gab es deutliche Meinungsverschiedenheiten bei den Fraktionen: CDU und AfD sahen den Aue-Park in Preußisch Ströhen als Bürgerprojekt auf Rang eins, während SPD, Grüne und FDP die Sanierung der Bauwerke auf den Rahdener Museumshof als dringlicher erachteten. „Wenn das Dach undicht ist, bauen Sie privat im Garten auch kein Trampolin auf“, kritisierte SPD-Mann Claus-Dieter Brüning die Position der CDU. „Hier drängt der Renovierungsbedarf“, hieß es.

Knapp, mit 7 zu 6 Stimmen. setzte sich der CDU-Antrag in der Abstimmung durch. Also soll der Aue-Par, eine Art Trimm-Dich-Pfad mit Sportgeräten in Preußisch Ströhen vorrangig auf der Liste der Förderanträge an die Bezirksregierung stehen. Bei allen Fraktionen auf Rang drei landete die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Sielhorst.

KOMMENTAR von Michael Nichau

Die Kuh ist vom Eis! Die Tonnenheider Ehrenamtlichen können sich freuen, denn der Hauptausschuss hat ihr ehrgeiziges Projekt zur Förderung freigegeben.

Und dieses hat durchaus gute Aussichten, als einziges für Rahden vorgeschlagenes Vorhaben, das Sanierung des Sportlerheimes nebst Umfeldkonzept beinhaltet, in die Förderkulisse aufgenommen zu werden.

Es bleibt also nur zu hoffen, dass der Antrag dann auch positiv beschieden wird, zumal sich die Ehrenamtlichen mit Konzept und Berechnung aller Baukosten viel Mühe gegeben haben. Ohne Förderung wird nichts daraus.

 

 

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