40 Corona-Fälle im Pflegeheim Gärtner in Rahden – DRK und Mitarbeiter des Kreises Minden-Lübbecke im Einsatz – Zusätzliche Kräfte gesucht
Hilferuf aus dem Seniorenheim

Rahden -

Nachdem im Pflegeheim Fam.Gärtner in Rahden-Preußisch Ströhen 30 Bewohner (nach Informationen dieser Zeitung mindestens auch drei Todesfälle) und 10 Mitarbeiter an Corona erkrankt sind, hat das Heim Probleme bei der Versorgung der zu betreuenden Menschen.

Freitag, 01.01.2021, 14:38 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 15:18 Uhr
Das Seniorenheim Fam. Gärtner in Rahden-Preußisch Ströhen ist von einem starken Corona-Ausbruch betroffen. Die Einrichtung, die bereits vom Kreis und vom DRK unterstützt wird, sucht kurzfristig weitere Mitarbeiter zur Versorgung der Bewohner. Foto: Dieter Wehbrink

Mitarbeiter des Kreises, die über eine Pflege-Qualifikation verfügen, helfen bereits aus. – ebenso wie das DRK, das vom Kreis Minden-Lübbecke um Mithilfe gebeten wurde . Das Seniorenheim hat inzwischen auch selbst einen Hilfe-Aufruf gestartet. Es sucht vorübergehend nach weiteren Helfern beziehungsweise neuen Mitarbeitern, die so schnell wie möglich einspringen könnten. „Die Covid-19-Pandemie hat uns vor neue Herausforderungen gestellt. Besonders stark betroffen von der aktuellen Situation sind Pflegeeinrichtungen. Pflegepersonal wird knapp und die Versorgung der Bewohner muss weiterhin auf dem höchsten Stand sichergestellt werden“, schreibt die Einrichtung. Wörtlich heißt es in den Aufruf: „Du möchtest in dieser besonderen Zeit helfen? Du hast Spaß an der Arbeit mit Menschen? Du bist Student oder momentan in Kurzarbeit? Dein Nebenjob ist weggefallen? Dann melde Dich bei uns“, lautet der Appell.

Das Seniorenheim suche ab sofort Hilfskräfte, die bereit seien, befristet oder unbefristet in dieser schwierigen Zeit das Pflegepersonal zu unterstützen. Interessenten würden unter höchsten Hygienestandards und mit flexiblen Arbeitszeiten die Mitarbeiter in deren Arbeit entlasten und bei der Versorgung der Bewohner mithelfen. „Nur zusammen können wir die Corona-Pandemie meistern und die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft schützen“, schreibt das Seniorenheim. „Jede Hilfe zählt! Wir alle freuen uns über jede mögliche Unterstützung.“

Jürgen Storz, Geschäftsführer des Seniorenheims, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass Hilfen zum Beispiel in der Wäscherei denkbar seien. Auch Reinigungskräfte würden benötigt, ebenso Helfer in der Organisation und in der Verwaltung, etwa für Telefondienste. „Selbst als Hilfskraft, die zuhause ihren Vater oder Mutter gepflegt hat, können uns Menschen hilfreich zur Seite stehen“, betonte Storz. Eigentlich würden im Seniorenheim Gärtner 70 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste stehen, doch derzeit einsetzbar seien nur etwa 45, schilderte der Geschäftsführer die kritische Situation. Vier Mitarbeiter vom Kreis und DRK würden das Heim zurzeit unterstützen. „Der zeitliche Ausbruch von Corona zwischen den Feiertagen ist äußert unglücklich und verschärft das Problem zusätzlich“, sagt Storz besorgt . „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten. Das sind wir den alten Leuten schuldig. Ich hoffe, dass sich die Lage spätestens am Montag und Dienstag nächster Woche etwas entspannt.“

Wer mithelfen möchte, kann sich unter Telefon 05776/94800 oder unter der E-Mail info@seniorenheim-gaertner melden.

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