„Masken sind viel schicker geworden“ – Besuch in der Stoffboutique Rahden
Mundschutz wird zum Mode-Accessoire

Rahden (WB). Nicht nur dort, wo das Tragen Pflicht ist, sieht man derzeit Menschen mit Masken. Auch auf den Straßen sind immer mehr Passanten mit Mund-Nasen-Schutz unterwegs. Diese Zeitung hat sich bei der Stoffboutique in Rahden umgehört, was sich in den vergangenen Wochen und Monaten in Sachen Alltagsmasken getan hat.

Montag, 09.11.2020, 03:08 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 03:10 Uhr
Praktisch findet Mitarbeiterin Kornelia Bielz die Schlauchschals, die bis über die Nase gezogen werden können – als Alternative zur Maske. Foto: Heidrun Mühlke

Im Frühjahr war es schwierig, Masken zu ergattern . Schnell waren sie vergriffen. Selber nähen war angesagt, doch Stoffe waren rar. Gummiband wurde hoch gehandelt, Nähgarn knapp. Inzwischen sind wieder schöne Stoffe in Hülle und Fülle erhältlich. Die Hersteller liefern sogar farbige Gummibänder, passend zum Maskendesign.

Entspannte Lage auf Stoffmarkt

„Sowieso sind die Masken viel schicker geworden“, sagt Veronika Dodenhöft, Inhaberin der Stoffboutique im Herzen Rahdens. Zu Beginn der Maskenpflicht habe auf einmal jeder einen Mundschutz benötigt. „Da war es den Menschen wichtiger, überhaupt eine Maske zu bekommen als ein schickes Design“, erzählt sie.

Mit der entspannten Lage auf dem Stoffmarkt sind die Schutzmasken inzwischen zu einem modischen Accessoire geworden. „Viele möchten einen farblich zum Outfit passenden Mundschutz tragen“, weiß die Fachfrau. Sind Schal und Mütze in Senfgelb gehalten, möchten sich die Kunden eine Maske aus einem Stoff nähen, der diese Farbe ebenfalls enthält.

„Wer nicht nähen kann, bekommt bei uns fertige Masken“, erklärt die Inhaberin. Mittlerweile werden in der Stoffboutique spezielle Ausführungen – beispielsweise für Bräute in hochwertiger Spitze – gearbeitet. Aber auch aus ausrangierten Trikots vom Sportverein können Masken genäht werden. „Da ist dann gleich das Logo drauf“, sagt Dodenhöft.

Eng anliegende Schlauchschals

Ebenfalls neu im Sortiment sind eng anliegende Schlauchschals, die einfach über die Nase gezogen werden können. „Die sind besonders bei Schulkindern beliebt, da es in den Klassenräumen durch stetiges Lüften oft kühl ist. Da wird dann gleich der Hals mit warm gehalten“, erläutert Veronika Dodenhöft.

Ohnehin hätten sie und ihr fünfköpfiges Team derzeit so viel Arbeit wie selten zuvor. „Die Leute haben coronabedingt mehr Zeit. Da werden auch mal Kleiderschränke ausgemistet und vieles wird zum Umgestalten oder Ändern in unserer Schneiderei gebracht“, sagt sie. Das Geld sei knapper geworden und bevor neue Sachen gekauft würden, ließe sich vieles durch einige geübte Handgriffe der versierten Schneiderinnen wieder auffrischen und modisch abändern.

Die Corona-Krise hätte sich nicht negativ auf ihr Geschäft ausgewirkt, sagt Veronika Dodenhöft. „Wir haben stets die Hygienevorschriften eingehalten. Nach wie vor dürfen sich nicht mehr als drei Kunden zur selben Zeit im Geschäft aufhalten.“

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