Die Firma plant ihren Umzug aus der Rahdener Innenstadt zum Jahresende 2021
Heinzig baut Ex-Glasmetall-Hallen um

Rahden (WB). Die Firma Heinzig Metalltechnik, Teil der Heinzig Group, bereitet ihren Umzug aus der Innenstadt ins Gewerbegebiet Rahden-West vor. Dort hat Firmenchef Mario Heinzig das Gelände an der Seufzerallee mitsamt den zwei unfertigen Hallen von der insolventen Firma Glasmetall erworben. Glasmetall schließt endgültig zum 31. Dezember (diese Zeitung berichtete).

Mittwoch, 04.11.2020, 03:12 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 03:20 Uhr
Geschäftsführer Mario Heinzig in der zweiten – noch unfertigen – Firmenhalle. Dort wird jetzt das Dach eingedeckt. Foto: Michael Nichau

„Mehr Platz“, gibt Geschäftsführer Mario Heinzig einen der Gründe an , in die neuen Hallen zu ziehen. „Wir konnten uns auf dem bisherigen Grundstück zwischen Weher Straße und ‚Auf der Welle‘ nicht weiter ausbreiten. Mit den beiden Hallen, die jetzt fertig gestellt werden, haben wir auf etwa 6400 Quadratmetern zunächst einmal genug Raum“, sagt Heinzig.

Platz vorhanden

Platz ist da. Das wird auch beim Rundgang über die Baustelle deutlich. In der ersten Halle werden bereits die Bodenarbeiten vorgenommen. Das Stahlgerüst der zweiten Industriehalle steht. „Die Kranbahn wird eingebaut und die Dacheindeckung steht kurz bevor“, beschriebt Heinzig die Fortschritte.

Im Frühjahr soll auch noch ein zweistöckiges Bürogebäude mit 500 bis 600 Quadratmetern Fläche dazukommen. „Doch auch danach haben wir hier noch Platz, um wenn nötig zu expandieren“, schildert Heinzig die idealen Voraussetzungen für den Traditionsbetrieb. Auch die Hallenhöhen seien ideal für den metallverarbeitenden Betrieb, der bisher am Stammsitz mit Kompromissen leben musste.

„Der Umzug ist zur Jahreswende 2021/22 vorgesehen“, sagt Mario Heinzig. Dann werde die komplette Firma mit Ausnahme der „Alpha Oberflächentechnik“ – sie ist in der Halle zur Weher Straße untergebracht – ins Gewerbegebiet umziehen. „Wir wollen sehen, dass wir die Hallen noch in diesem Jahr fertigstellen“, meint der Firmenchef. Vieles sei günstiger am neuen Standort, auch die Fahrwege für Lieferfahrzeuge optimal.

Was mit den alten Hallen geschehen soll? „Wir sind noch nicht in der Vermarktungsphase. Wir wollen aber einen Teil als Lagerflächen behalten“, sagt Heinzig. Mehr stehe noch nicht fest. „Wir bleiben ja bewusst in Rahden und dokumentieren damit das Festhalten an der Entstehungsgeschichte des Standortes.“ Am bisherigen Standort sei man jedoch am Ende angekommen: alte Hallen, niedrige Hallen, keine Expansionsfläche.

Zuversichtlich

Neubau und Umzug in Krisenzeiten? „Es gibt Unsicherheiten, aber die sind bei uns nicht so gravierend wie etwa im Messebau oder in der Gastronomie“, meint Mario Heinzig. Man könne in Anbetracht der aktuellen Lage in der Metallverarbeitung noch halbwegs zufrieden sein.

„Ein weiterer Lockdown über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) wird für die Wirtschaft nur schwer zu verdauen sein und muss unbedingt vermieden werden. Dazu können wir alle unseren Beitrag leisten durch die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen“, bezieht er zur aktuellen Corona-Lage Stellung. „Das ist heute für alle schwierig, auch für die Arbeitnehmer, deren Jobs unsicher sind oder die in Kurzarbeit müssen“, sagt der Firmenchef über die allgemeine Situation. Seine Mitarbeiter müssten keine Angst um ihre Arbeitsplätze haben. Im Gegenteil: Seine Firma investiere jetzt Millionen in den Neubau und den Umzug. Auch die Außenanlagen und Parkplätze am neuen Standort müssen noch angelegt werden. „Wir hoffen ja, dass es nach der Corona-Krise wieder bergauf geht“, sagt Mario Heinzig.

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