Am 22. August im Gasthaus „Am Museumshof” – Heimische Firmen geben Auskunft
Högemeier veranstaltet Energie-Infotag

Rahden (WB). Einen Infotag zum Thema Energie veranstaltet der Bürgermeisterkandidat der SPD Rahden , Udo Högemeier, am Samstag, 22. August, in der Gaststätte „Am Museumshof“. Grund genug für WB-Redakteur Michael Nichau, mit Högemeier – selbst überzeugter Nutzer alternativer Energien – über Ziele und Motivation zu sprechen.

Mittwoch, 12.08.2020, 03:03 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 05:02 Uhr
Udo Högemeier ist der Bürgermeisterkandidat der SPD Rahden. Er setzt auch privat auf Photovoltaik. Högemeier lädt die Bürger zum Info-Tag der SPD ein, der am 22. August veranstaltet wird.

Was motiviert Sie, eine solche Veranstaltung anzubieten?

Udo Högemeier: Es geht um die Klimakrise, die sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft hat. Nicht zuletzt die beiden jüngsten trockenen Sommer künden davon. Es geht darum, den persönlichen CO2-Fingerabdruck zu verringern, festzustellen, was man persönlich versuchen kann. Dabei möchte ich – unterstützt von Experten – den Leuten helfen, die Möglichkeiten, die etwa Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Autos bieten, zu nutzen. Gerade auch für die Sanierung des eigenen Hauses ist so etwas wichtig.

 

Welche Zielgruppen möchten Sie ansprechen?

Högemeier: Ich möchte direkt Hausbauer, Gebäudesanierer und auch Gewerbetreibende ansprechen. Natürlich steckt auch die Absicht dahinter, mich selbst, da ich mich für ein politisches Amt bewerbe, darzustellen. Gerade alternative Energien sind mein Spezialgebiet. Ich kann etwa Möglichkeiten aufzeigen, wie man Gebäude effizient beheizt. Gerade das Potenzial bei Altbauten ist hier wichtig, denn bei Neubauten wird so etwas generell ja schon in Betracht gezogen. Angesprochen sind alle Personen – auch in Gewerbe und Industrie –, die Zugriff auf Immobilien haben. Sie können etwa ermöglichen, dass Mieter Ladesteckdosen oder Ladesäulen nutzen können, die mit separaten Zählern ausgestattet sind. Im privaten Bereich sind für Elektroautos eigentlich keine Hochleistungsladestationen erforderlich. Diese werden nur zum Beispiel bei Urlaubsreisen benötigt.

 

Worum geht es beim Thema Photovoltaik?

Högemeier: Man kann heute etwa die Hälfte des Stroms aus nachhaltiger Energie beziehen. Photovoltaik und auch Stromspeicher können dabei helfen. Dieser Strom steht Hausbesitzern oder auch beim Mieterstromkonzept zusätzlich zur Verfügung. Fünf bis sechs Quadratmeter Solarpanels liefern etwa 1000 Kilowattstunden pro Jahr. Da kann man schon etwas mit anfangen. Und dabei kostet eine solche Anlage nur noch um die 1000 Euro/ kWp. Das ist etwas, was sich auch für Privathaushalte lohnt.

 

Wie sieht es mit Stromspeichern aus?

Högemeier: Der Gedanke ist schon attraktiv: Man kann Strom nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Berücksichtigen muss man aber, dass sich die Investition lohnen muss. Beispiel: Einspeisung wird mit knapp 10 Cent vergütet. Gekaufter Strom kostet 30 Cent. Die Differenz von 20 Cent ist das Kriterium, ob sich ein Speicher lohnt. Die werden heute aber auch günstiger.

 

Was sagen Sie zum Heizen mit Wärmepumpen?

Högemeier: Die Winter sind jetzt in der Regel sehr mild, ohne Frost. da lohnt sich schon eine preiswerte Luft-Wärmepumpe. Bei größeren Objekten muss man schon über eine Erdwärme-Bohrung nachdenken, obwohl das kostspieliger ist. Die Erdwärmepumpe eignet sich sehr gut zu Kühlzwecken. Bei Neubausiedlungen sollten Bauherren über Blockheizkraftwerke, mit Nahwärmenetz, zum Heizen nachdenken.

 

Ist das Elektroauto heutzutage schon sinnvoll?

Högemeier: Die Akkus sind immer besser geworden und die Lithium-Ionen-Technik hat sich durchgesetzt. Es gibt ja einen regelrechten Boom, dass sogar Rasenmäher damit betrieben werden. Man muss hier aber den Umweltschutzgedanken berücksichtigen, denn da werden Rohstoffe aus dem Boden geholt und generell ist Bergbau ein Eingriff in die Natur und muss gegenüber den Menschen verantwortet werden. Es ist aber möglich, das abzuschwächen, indem das Recyclingpotenzial ausgeschöpft wird.

 

Wer wird bei Ihrer Veranstaltung auftreten?

Högemeier: Sven Kersten von der Energieagentur NRW, Prof. Dr. Uwe Leprich von der Hochschule des Saarlands, Dr. Andreas Piepenbrink von der E3/DC GmbH und Petra Schepsmeier von der Energieagentur NRW. Für die Moderation der Diskussion konnte Rainer Rohrbeck vom Klimabündnis im Mühlenkreis gewonnen werden. Mit dabei ist auch Ingo Ellerkamp. Aussteller sind Hilker-Solar; Schuster Gebäude und Industrietechnik; die Autohäuser Buschmann, Schlottmann & Buschendorf, Becker-Tiemann und die Energie-Agentur NRW.

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