Schulen starten am 12. August mit dem „Regelbetrieb“ – Strenge Auflagen
Mit Maske eine „Herausforderung“

Rahden/Stemwede (WB). Schulbeginn im Regelbetrieb und das in Corona-Zeiten und unter besonderen Bedingungen: Grund genug für diese Zeitung, bei den Weiterführenden Schulen und den Grundschulen einmal anzufragen, wie dies denn laufen soll.

Donnerstag, 06.08.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 05:04 Uhr
Noch sind die Klassenzimmer an den Schulen im Rahdener und Stemweder Land leer. Am 12. August soll der Regelbetrieb wieder starten, allerdings mit konsequenter Maskenpflicht.

Das Gymnasium Rahden etwa begrüßt die neuen Fünftklässler in mehreren Veranstaltungen. Ähnlich wurde so etwas schon bei der Vergabe der Abiturzeugnisse praktiziert.

Begrüßung Klassenweise

„Damit der Start trotz Virus gut gelingt, wurde am Gymnasium Rahden viel vorbereitet. Die Kinder und ihre Eltern werden klassenweise willkommen geheißen, jede Klasse bekommt ihre eigene Einschulungsveranstaltung in der Schule und ihren eigenen Gottesdienst in der St. Johannis-Kirche“, schreibt Lehrerin Christine Hörnschemeyer.

Digitales Lernen

„Auch ein Lehrgang zur Arbeit mit der digitalen Schulplattform ISERV ist bereits konzipiert, damit die Jüngsten möglichst schnell an der digitalen Kommunikation der Schulgemeinschaft teilhaben können und im Falle eines Falles der Unterricht auf Distanz leichter organisiert werden kann“, heißt es von der Schule. Ein Highlight werde ein Wandertag in den Kletterpark nach Mardorf Ende August werden.

Einschulungsplan

Die Einschulung soll folgendermaßen ablaufen: 8.15 Uhr bis 9.15 Uhr - Klasse 5a: Einschulungsfeier in der Aula. Klasse 5b: Einschulungsgottesdienst in der St. Johannis-Kirche; 9.15 Uhr bis 10.15 Uhr - Klasse 5b: Einschulungsfeier in der Aula; Klasse 5a: Einschulungsgottesdienst in der St. Johannis-Kirche; 10.15 Uhr bis 11.15 Uhr - Klasse 5c: Einschulungsfeier in der Aula; Klasse 5d: Einschulungsgottesdienst in der St. Johannis-Kirche; Klassen 5a und 5b: erstes Kennenlernen im Klassenraum; Eltern der Klassen 5a und 5b: Stehkaffee mit dem Förderverein. 11.15 Uhr bis 12.15 Uhr - Klasse 5d: Einschulungsfeier in der Aula; Klasse 5c: Einschulungsgottesdienst der St. Johannis-Kirche; 12.15 Uhr bis 13.15 Uhr - Klassen 5c und 5d: erstes Kennenlernen im Klassenraum; Eltern der Klassen 5c und 5d: Stehkaffee mit dem Förderverein.

Während der Aktivitäten in der Schule gelten folgende Regeln zum Gesundheitsschutz: Es herrscht Maskenpflicht während der gesamten Veranstaltung. Jedes Kind darf seine Erziehungsberechtigten mitbringen. Die Stühle in der Aula sind in Dreiergruppen angeordnet. Einige wenige Vierergruppen sind für Zwillinge mit ihren Eltern vorgesehen. Für die Rückverfolgbarkeit wird am Eingang zur Aula die Anwesenheit erfasst. Informationen zum Schulstart findet man auch auf der Internetseite der Schule.

Konsequente Pflicht

Ansonsten gilt an den Weiterführenden Schulen die konsequente Maskenpflicht – auch im Unterricht. Magdalene Kaiser, Leiterin der Sekundarschule Rahden sieht dies als „Riesenproblem“ auch für die Lehrer an. Es gebe genug Bedenken der Lehrer- und Elternverbände, aber die Anordnung des Ministeriums müsse Konsequent eingehalten werden. Dies gelte in besonderer Weise für die älteren Jahrgänge. „Wir müssen sehen, wie das funktioniert“, sagt sie. Ab Klasse sieben werde der Klassenverband zudem mehr und mehr aufgehoben, so dass es noch mehr Infektionsrisiko gebe.

Heike Hachmann, Schulleiterin der Stemweder-berg-Schule sagt dazu: „Das müssen wir durchhalten, denn es wird uns vorgeschrieben. Und das Wohl der Kinder geht uns über alles.“ Die Maskenpflicht während des Unterrichts schätzt Hachmann aber auch als „Herausforderung“ ein: „Mit 30 Schulkindern in einen Raum bei sommerlichen Temperaturen wird das schon nicht sehr angenehm werden“, meint sie.

Dennoch beurteilt sie die Situation entspannt: „Wir werden Unterrichtsmethoden entwickeln, bei denen die Schüler nicht Gespräche führen. Die sind eh nicht gut zu verstehen“, sagt sie. Bereits am Montag wolle man mit den Lehrer-Kollegen Überlegungen anstellen, welche Möglichkeiten man sieht.

Eltern sollen mithelfen

Hachmann nimmt – wie auch ihre Amtskolleginnen an den anderen Schulen – die Eltern mit in die Pflicht: „Masken feuchten durch, wenn sie den ganzen Tag getragen werden. Ich bitte darum, den Kindern mehrere Masken mitzugeben und diese auch nach der Schule regelmäßig zu waschen“, meint die Schulleiterin.

Es werde vermutlich noch eine einheitliche Regelung aufgestellt werden, in welchen pädagogischen Situationen die Masken abgenommen werden dürfen, meinte die Schulleiterin. Ansonsten gelte auch zeitlich der Regelbetrieb mit Pausengong: „Wir haben drei Schulhöfe und drei Gebäudeteile und können so die Klassen 5 und 6, 7 und 8 sowie 9 und 10 auch räumlich voneinander trennen, so dass sich die Schüler möglichst nicht begegnen“, sagt sie über die Möglichkeiten der weitläufigen Stemweder Sekundarschule: „Das Konzept gilt erst mal bis zu 30. August. Dann sehen wir weiter.“

Auf den Fluren mit Maske

Maskenpflicht gelte ab Schulbeginn nun auch an den Grundschulen. Wie es weitergeht, beschreibt Schulleiterin Bettina Wehebrink (Tonnenheide/Wehe und Preußisch Ströhen): „Es gilt Maskenpflicht auf dem Schulhof, in den Fluren und auf den Toiletten. Im Klassenraum dürfen die Schüler dann den Mund-Nasen-Schutz absetzen.“

Da man jetzt den „Regelbetrieb“ wieder aufnehme, gelten die normalen Unterrichts- und Pausenzeiten. „Es muss ja dann auch wieder Lehrerwechsel zu den Pausen geben“, sagt Wehebrink. Ansonsten werde man an den Grundschulen in Tonnenheide und Preußisch Ströhen die bisherigen Hygieneregeln und Errungenschaften – auch die Einbahnstraßenregelungen auf den Fluren – beibehalten. „Das Händewaschen und -desinfizieren hat sich schon gut eingespielt“, sagt die Pädagogin.

„Herausforderung“

Auch ohne Maskenpflicht im Unterricht sagt sie: „Das wird schon eine Herausforderung, gerade den jüngsten Schülern Abstands- und Hygieneregeln beizubringen.“ Auch sie setzt bei der Ausstattung mit Mund-Nase-Bedeckungen auf die Mitarbeit der Eltern. „Da müssen mehrere Masken pro Tag bereitstehen“, sagt sie. Notfalls stünden aber auch Einweg-Masken bereit.

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