Rollstuhl-Basketball: In der Bundesliga gibt es Sorgenkinder – Rahden holt zwei Neue
„Die Vereine leisten Großartiges”

Rahden (WB). Am 26. September 2020 soll es (endlich) wieder losgehen. Die Rollstuhlbasketballer der Baskets 96 Rahden wollen in der Bundesliga weiter für Furore sorgen. Allerdings unter Vorzeichen, die sich gleich vielfach geändert haben. Die Corona-Pandemie wird ihre Folgen haben.

Mittwoch, 05.08.2020, 06:00 Uhr
Mustafa Korkmaz (rechts) will auch in der zweiten Bundesliga-Saison mit Rahden brillieren. Die Liga könnte bis zum ersten Spieltag allerdings noch schrumpfen – Schuld ist Corona. Foto: Notz

Ein Fakt, der unumgänglich ist für die heimischen Rollstuhlbasketballer. Was bleibt: eine Saison mit Hin- und Rückrunde sowie anschließenden Playoffs/Playdowns. „Hoffentlich”, sagt Baskets-Präsident Stephan Rehling. Die Saison 2019/20 musste nämlich mitten in den Playoffs abgebrochen werden, Rahden hatte beste Chancen auf ein Halbfinale gegen eines der besten Teams der Welt.

Anzahl der Vereine in Liga eins könnte sich noch verändern

Doch dies ist längst Vergangenheit, auf höchsten Touren laufen die Vorbereitungen für die neue Spielzeit. Mit den Mannschaften aus Frankfurt, Hamburg, Hannover, Lahn-Dill, München, Münsterland, Thüringen, Trier, Wiesbaden und eben Rahden ist die Teilnehmerzahl (aktuell) zweistellig. Allerdings wackeln noch ein, zwei Vereine, wie Rehling aus Insiderkreisen weiß.

In der 2. Liga sind die Auswirkungen derweil schon allgegenwärtig. Bundesliga-Absteiger Roller Bulls aus Ostbelgien musste bereits Mitte Juni sein Aus erklären. Der Grund laut Mitteilung des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes: “Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie konnten nun auch viele Sponsoren ihr Engagement nicht aufrecht erhalten.” Kürzlich kam dann ein weiterer Rückzug hinzu, die Hamburger Reserve wird ebenfalls nicht melden können. Heißt für die Reserve der Rahdener Baskets nach jetzigem Stand: Mit Alba Berlin, Essen, Hannover II, Köln und Zwickau gibt es nur eine Handvoll Gegner in der Nordstaffel.

Wirtschaftliche Folgen durch Corona in Liga zwei extrem spürbar

Auch in der Südstaffel sind lediglich sechs Mannschaften gemeldet, mit Salzburg und Tirol kommen gleich zwei davon aus Österreich. Als (spätester) Starttermin wird der 31. Oktober angepeilt. Komplett abgesagt wurde hingegen der DRS-Pokal. Die Regionspokalsieger hätten nicht rechtzeitig ausgetragen werden können, hieß es von Verbandsseite. Außerdem sollen die dafür vorgesehenen Termine nun Freiräume schaffen, um Spielverlegungen – zum Beispiel durch positive Corona-Tests – zu ermöglichen.

Positiv hingegen die Nachricht, dass den Vereinen die Spielermeldegebühr erspart bleibt. Laura Löffler, stellvertretende Vorsitzende des Rollstuhlbasketballs in Deutschland, erklärte: “Die Vereine leisten dieser Tages Großartiges und wir hoffen, ihnen mit der Rückerstattung in der aktuellen Situation helfen zu können.”

Kader-Planung: Zwei Briten ersetzen zwei Holländerinnen

Viele Neuerungen, die sich auch mit Blick auf den Baskets-Kader widerspiegeln werden. Nach den Abgängen der beiden holländischen Nationalspielerinnen Bo Kramer und Amy Kaijen sowie des Briten Phil Gaskell stehen zwei Neuverpflichtungen fest: Mit Peter Cusack und Tom Smith kommen zwei Engländer hinzu. “Außerdem schauen wir uns mit Ludwig Sjoström einen Schweden bei uns live vor Ort an”, verriet Vereinspräsident Stephan Rehling.

Bis 26. September stehe noch eine Menge Arbeit bevor, doch „die Vorfreude könnte kaum größer sein. Wir hoffen, dann endlich wieder loslegen zu dürfen“, unterstreicht der Baskets-Vorsitzende, der sich den schwierigen Rahmenbedingungen stellt.

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