Judith Pirscher übergibt Förderbescheide für Projekte in Varl und Preußisch Ströhen
Willkommene Geldbotin

Rahden (WB). Für Bürgermeister Dr. Bert Honsel hatte Judith Pirscher, die neue Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, zwei Bewilligungsbescheide im Rahmen des Förderprogramms „Dorferneuerung“ im Gepäck. Diese übergab sie persönlich angesichts der Corona-Pandemie in einem bewusst ganz klein gehaltenen Rahmen an Rahdens Stadtoberhaupt.

Donnerstag, 04.06.2020, 07:00 Uhr

In den Genuss der Finanzspritze in Gesamthöhe von 270.000 Euro kommen die Ortschaften Varl und Preußisch Ströhen , die innerhalb des Programms IKEK ihre Projekte für die Förderung eingereicht hatten (wir berichteten). Mit den Fördergeldern sollen das Projekt „Dorfgemeinschaftshaus“ in Varl sowie das Vorhaben, den Bereich „Am Speukebusch“ in Preußisch Ströhen zu einem attraktiven und barrierefreien Erholungsgebiet zum Verweilen auszugestalten, umgesetzt werden.

Bereich „Am Speukebusch“

Für die Erneuerung des Naherholungsbereiches und Waldspielplatzes als Austausch- und Begegnungsort in Preußisch Ströhen sind insgesamt 99.000 Euro veranschlagt. 64.452 Euro (65 Prozent) sind nun über die Fördertöpfe abgedeckt. Im Zuge der geförderten Maßnahme wird der gesamte Bereich „Am Speukebusch“ wiederbelebt und aufgewertet. Das Ehrenmal soll überarbeitet und besser sichtbar sowie besser zugänglich gemacht werden. Informationstafeln mit Hinweisen zum Bereich Speukebusch, die Überarbeitung sämtlicher Pflasterungen, eine barrierearme Gestaltung, die Anlage einer Totholzhecke, das Aufstellen von Spielgeräten und einem Sitzbereich mit Picknicktisch für Kinder sowie die Aufstellung von Fahrradständern und Pflanzkübeln sind konkrete Maßnahmen. Sie sollen im Einzelnen umgesetzt werden.

„Ziele sind die Entstehung eines zentralen Treffpunktes für die gesamte Ortschaft Preußisch Ströhen und die Schaffung eines Naherholungsbereiches, quasi ein Ort der Begegnung rund um das Ehrenmal“, heißt es in der Begründung der Antragsstellung.

Gemeinschaftseinrichtung für Varl

In Varl ist eine dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtung als Austausch- und Begegnungsort geplant. Das Schützenhaus soll durch einen Anbau und die Sanierung zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Der kalkulierte Kostenrahmen beläuft sich laut Pressemitteilung auf etwa 312.00 Euro, von denen mit 202.818 Euro nun ebenfalls 65 Prozent über die Zuwendung abgedeckt werden.

„Aus unserem Haushalt, bei dem die Ortschaften jedes Jahr berücksichtigt werden, kommt natürlich auch noch etwas dazu“, betonte Honsel. Ziel der Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses sei es, multifunktionale Räumlichkeiten für sämtliche Vereine in der Ortschaft zu schaffen. Verwendungszwecke sind beispielsweise Vereinsversammlungen, Proben, Trainings sowie das Schützenfest der Ortschaft.

Auch in Varl soll der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und der soziale Austausch gefördert werden. „Einwohner, die sich bereits für die Gemeinschaft engagieren, erfahren darüber hinaus eine Stärkung des Ehrenamtes durch die Förderung der Projekte“, machte Honsel deutlich.

Der Bürgermeister hob die Einführung und Akzeptanz der Ehrenamtskarte in Rahden als Zeichen der Wertschätzung besonders heraus. „Die Ehrenamtlichen müssen von sich aus etwas auf die Beine stellen wollen“, betonte auch Judith Pirscher. Wenn Engagement vorgegeben und gefordert werde, würde man nicht mit soviel Herzblut und Zusammenhalt begeistert daran arbeiten und dahinter stehen.

Arbeiten in Kleingruppen möglich

Die Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden, hoffte Pirscher. Auch Honsel und Bauamtsleiter Dieter Drunagel, aus dessen Ressort die Anregung für die Projektbewerbungen kam, hoffen auf eine zügige Realisierung.

„Das Vereinsleben ohne große Menschenansammlungen kommt ja langsam wieder ins Rollen und solche Arbeiten sind auf Abstand in Kleingruppen gut möglich“, sagte die Regierungspräsidentin. Pirscher ergänzte: „Die jüngsten Projekte in Preußisch Ströhen und Varl sind weitere hervorragende Beispiele für gelungene Förderprojekte. Sie stärken darüber hinaus eine wichtige Säule für die Weiterentwicklung der Ortschaften: das bürgerliche Engagement. Auf diese Weise gelingt es, die ländlichen Räume in ihren dörflichen Strukturen als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum zu sichern und zu entwickeln.“

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