Erster Gottesdienst in St. Johannis in Rahden – Singen muss ausbleiben
Mit Mundschutz in die Kirche

Rahden (WB). Abstand halten, Hände desinfizieren und Mundschutz tragen – diese Grundregeln gelten auch in den Kirchen. Der Neustart der Gottesdienste hat die Kirchen und Gemeinden am Sonntag vor eine große Herausforderung gestellt, denn auch dort müssen die Corona-Hygienerichtlinien eingehalten werden. Zwar ist die Erleichterung groß über das Aufheben des Verbotes religiöser Versammlungen, aber es gibt etliche Auflagen und strenge Hygienevorschriften, die einzuhalten sind.

Sonntag, 10.05.2020, 22:00 Uhr
Presbyterin Hannelore Hensel (links) desinfizierte Else Kokemoor die Hände vor Beginn des Gottesdienstes. Foto: Heidrun Mühlke

Vor der Rahdener St.-Johannis-Kirche empfing die Gläubigen neben den beiden Geistlichen Pfarrer Udo Schulte und Pfarrerin Wirwe Grau-Wahle auch Presbyterin Hannelore Hensel, die auf das Informationsschild mit Verhaltensregeln für den Gottesdienst am Eingang hinwies und im Anschluss zum Desinfizieren der Hände bat.

Im Gotteshaus selbst galt es ebenfalls, einige Grundregeln zu beachten. Dazu gehörte neben dem Tragen des Mundschutzes auch das Abstandhalten von mindestens eineinhalb Metern. Hierfür waren die Sitzplätze besonders gekennzeichnet worden. Familien durften natürlich zusammensitzen. Platzkarten mussten mit Namen und Adressen ausgefüllt werden, um notfalls Infektionsketten nachvollziehen zu können. Diese Adresskarten werden nach einem Monat vernichtet.

75 Plätze

In der St.-Johannis-Kirche standen entsprechend des Abstandsgebotes nur begrenzt Plätze zur Verfügung, insgesamt waren es 75. „Wir feiern heute eigentlich einen Kantatengottesdienst“, sagt Pfarrer Udo Schulte. Das sei ein christlicher Gottesdienst, bei dem kirchenmusikalische Aufführungen und das Singen im Mittelpunkt stünden. Wegen der erhöhten Infektionsgefahr müsse das Singen jedoch leider unterbleiben. Mit dem Verzicht auf Gesang soll die Gefahr gebannt werden, dass Viren in der Atemluft verstärkt in die Umgebung geraten.

Auch die Länge des Gottesdienstes musste reduziert werden, um gesundheitliche Belastungen zu begrenzen. „Wir haben in der zurückliegenden Woche einen Probegottesdienst mit dem Presbyterium gemacht“, erklärte der Pfarrer. Dabei sei deutlich geworden, was in der Praxis noch weiter verbessert werden konnte. Für Presbyterin Ilka Lorenschat, die den Gläubigen die Plätze anwies, ein wichtiges Kriterium, um mit diesen Verbesserungen der Gemeinde einen wohltuenden Gottesdienst in dieser schwierigen Zeit bieten zu können.

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