Vorgeschriebene Gruppengrößen lässt Internexio-Baustellen im Kreis ruhen
Glasfaserausbau stockt wegen Corona

Rahden/Kreis Minden-Lübbecke (WB). Mit dem Beginn der Corona-Krise sind auch die Arbeiten der Firma Internexio für das schnelle Internet in unterversorgten Flächen des Kreises Minden-Lübbecke – Stichwort Masterplan Breitbandversorgung – ins Stocken geraten beziehungsweise zum Erliegen gekommen.

Dienstag, 07.04.2020, 08:00 Uhr
Auch an der Straße Filger Bruch ruhen die Arbeiten von Internexio zur Verlegung der Glasfaserkabel Foto: Dieter Wehbrink

Zwar ragen überall die orangefarbenen Leerrohre für das Glasfaserkabel aus der Erde, doch Arbeiter sind fast überall nicht mehr zu sehen. Dort, wo die Bagger tiefe Löcher neben den Straßen gegraben haben, warnen aufgestellte Baken vor den Gefahrenstellen.

„Ja, es gibt komplexe Gründe und Abhängigkeiten, die uns dazu veranlassten, die Bautätigkeit deutlich zu reduzieren“, sagte Paul Gummert auf Anfrage dieser Zeitung. Der Internexio-Geschäftsführer, der sein Büro in Lüneburg hat, betonte zugleich: „Hierbei ist mir wichtig, dass wir die Baustellen nicht einfach verlassen haben, sondern dass nach wie vor Arbeiten ausgeführt werden und auch für die erforderliche Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit gesorgt wird.“

Neue Trassen derzeit nicht möglich

Gründe für die Einschränkungen seien natürlich einmal die Vorgaben der Bundesregierung und des Landes NRW für die Gruppengrößen bei persönlichen Kontakten. „Hier ist es uns praktisch verwehrt, Hausanschlüsse zu bauen oder firmen- beziehungsweise teamübergreifende Arbeiten auszuführen“, sagte Gummert. „Den Bau neuer Trassen können wir mit den bestehenden Arbeitsbeschränkungen praktisch nicht beginnen.“

Derzeit seien nur noch einige Monteure in Zweiergruppen beschäftigt, um Arbeiten ohne weitere Kundenkontakte auszuführen. „Dabei werden Restarbeiten an bereits gebauten Strecken erledigt und die Arbeitsstellen aufgeräumt“, sagte der Geschäftsführer. „Grundsätzlich gilt, dass jede Meldung über Auffälligkeiten an der Baustelle bei uns unter www.infointernexio.de oder Telefon 0571/7834180 richtig aufgehoben ist. In den aktuellen Zeiten stehe ich persönlich auf dem Standpunkt, dass Vorsicht und Augenmaß im persönlichen Kontakt unerlässlich für ein schnelles Vorüberziehen der Ausnahmesituation ist. Wir stehen als Bauherr in der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und unseren Auftragnehmern.“

„Keine Verzögerung im Plan”

Er hoffe, dass Internexio zügig wieder in der vollen Mannstärke weitermachen könne und werde die Öffentlichkeit zeitnah über den jetzt verschobenen Baubeginn in Petershagen informieren, versprach Gummert.

Eine Verzögerung im Gesamtprojekt werde sich seiner Ansicht nach „nicht einstellen“, da die Planungs- und Genehmigungsarbeiten weiterliefen. „Auch werden wir unsere Präsenz in der Kundeninformation vollständig aufrechterhalten. Sobald sich ein klares Bild über die Lockerungen der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen ergibt, fahren wir die Baustellen wieder hoch“, sagte Gummert. „Hier werden wir uns an die allgemeinen Vorgaben der Regierung halten, da wir unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten wollen, werden und müssen. Alles andere kann ich nicht vertreten, zumal wir uns ein erhebliches Zeitpolster aufgrund des weitestgehend ausgebliebenen Winters und des schnellen Vortriebs erarbeitet haben.“

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