Nachbarschaftshilfe Rahden ruft zum Nähen von Nasen-Mund-Schutz auf
Masken helfen vorbeugen

Rahden (WB/aha). Die Nachbarschaftshilfe Rahden freut sich: immer mehr private Menschen und Geschäftsleute stellen Nasen-Mundmasken her.

Montag, 06.04.2020, 09:00 Uhr
Dr. Wolfgang Adam freut sich über die Hilfe beim Nähen von Nasen-Mund-Schutzmasken, deren Nutzung er für sinnvoll hält.

Merle Schröder und Wolfgang Adam von der Nachbarschaftshilfe Rahden haben innerhalb von zwei Tagen fast alle Atemschutzmasken, die die Firma Meyer Guss aus Rahden gespendet hatte, verteilt. Mediziner Adam meinte: „Uns war wichtig, dass besonders die Alten- und Seniorenheime genügend Masken bekamen. Daneben haben aber auch viele Arztpraxen und Pflegedienste Bedarf angemeldet.“ Gleichzeitig merkte Dr. Adam an, dass die Ärzte, Arzthelferinnen und Pflegerinnen, die Patienten versorgen, in den nächsten Tagen weiteren Nachschub benötigen werden: „Denn es fehlt an Schutzmaterial.“

Psychologischer Effekt

Daneben nimmt das Thema „Nasen-Mund-Masken“ in Rahden immer mehr Fahrt auf. Dr. Adam berichtet aus seiner Berufserfahrung: „Wir Ärzte haben immer gelernt, dass man bei Infektionsgefahr einen entsprechenden Schutz anlegen muss.“ Immerhin sei ein Drittel der Arbeit beispielsweise eines Kinderarztes verknüpft mit dem Thema „Infektiologie“. „Die Masken tragen wir Ärzte von je her nicht zum Spaß. Aus meiner Sicht bietet auch ein solcher Nasen-Mund-Schutz eine gewisse Hilfe. Die Chinesen haben es uns doch richtig vorgemacht!“

Selbst wenn die Masken keine völlige Sicherheit mit sich brächten, so würden sie einerseits verhindern, dass Infizierte ihre Umgebung beim Husten oder Niesen einer Gefahr aussetzten, andererseits böten sie für den Träger auch einen gewissen Schutz dagegen, selbst infiziert zu werden. Außerdem sei es eventuell ein psychologischer Effekt: „Wenn mir ein Mensch mit einer Maske entgegenkommt, dann halte ich automatisch mehr Abstand, als wenn zum Beispiel eine Mutter einem mit ihrem Kind ohne einen Nasen-Mund-Schutz begegnet“, gibt Dr. Adam zu bedenken.

Helfer gesucht

Wer sich an der Aktion mit dem Schneidern von Nasen-Mund-Schutz beteiligen möchte, kann über verschiedene Mitglieder der Nachbarschaftshilfe Kontakt aufnehmen. Sie alle freuen sich schon darauf, von Freiwilligen Unterstützung zu erhalten. Es ist vorgesehen, diese Masken zu einem geringen Obolus zu verteilen, der dann wieder einem guten Zweck zukommen soll. „Bisher haben wir etwa 40 Exemplare, für die wir am Montag vor einem Supermarkt Abnehmer suchen“, erklärte Dr. Wolfgang Adam im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Ansprechpersonen sind unter folgenden Nummern telefonisch zu erreichen: Merle Schröder, Telefon 05771/9146666, Heike Krüger, Telefon 05771/7315 (Stadt Rahden), Wolfgang Adam, Telefon 0177/8913860, und Cornelia Riemer-Griebel (Stadt Rahden), Telefon 05771/7367.

Weitere Informationen rund um das Thema Corona in Rahden finden sich auch auf der Internetseite der Stadt Rahden unter

www.rahden.de

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