Gemütlichkeitsfeuer im kleinen Kreis bleiben aber möglich
Osterfeuer-Verbot in NRW

Düsseldorf/Rahden  (dpa/WB/OH). Osterfeuer fallen nach Angaben der NRW-Landesregierung unter das Veranstaltungsverbot wegen der Corona-Pandemie und seien deshalb in diesem Jahr nicht erlaubt. Das teilte das zuständige Umweltministerium am Freitag mit.

Samstag, 04.04.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 23:08 Uhr
Osterfeuer dürfen in diesem Jahr nicht zum Treffpunkt werden. Wegen Corona hat das Land NRW das Brauchtum untersagt. Foto: dpa

Im Amtsdeutsch Wärme- oder Gemütlichkeitsfeuer genannte kleine Feuer auf Privatgrundstücken blieben aber grundsätzlich möglich unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen – also nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt oder maximal zwei Personen. Die genehmigungsfreien Gemütlichkeitsfeuern - etwa mit Feuerschalen und Feuerkörben – dürfen aber nicht zum Zweck der Abfallbeseitigung erfolgen, die Verbrennung von Pflanzenabfällen wie Baum- und Strauchschnitt ist ausgeschlossen. Diese müssen fachgerecht entsorgt werden, betont das Ministerium. Verwendet werden könnten stattdessen naturbelassenes Scheitholz oder Presslinge in Form von Holzbriketts.

Die Oster- und Brauchtumsfeuer dürften indes nicht stattfinden. In vielen Orten seien diese traditionell ein Treffpunkt. „Aber zu unser aller Schutz und zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ist ein Aussetzen derzeit zwingend geboten“, erklärte Staatssekretär Heinrich Bottermann.

Erste Kommunen haben schon in den vergangenen Tagen alle Osterfeuer grundsätzlich verboten. Die Stadt Rahden etwa hat alle öffentlichen und privaten Osterfeuer untersagt. In einigen Städten gibt es nun Pläne, die Feuer möglichst zu Pfingsten abzubrennen.

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