Stadt plant neues Netzwerk – Bürger zur Unterstützung aufgerufen Nachbarschaft hält zusammen

Rahden (WB). Neben all den erschreckenden Nachrichten über die Ausbreitung des Coronavirus gibt es aus Rahden auch eine gute Nachricht: Die Hilfsbereitschaft in der Rahdener Bürgerschaft ist groß.

Beispielsweise die Einkäufe für Menschen erledigen, die in Zeiten von Corona das Haus nicht mehr verlassen dürfen oder können, soll eine Leistung sein, die Bürger künftig in Rahden anbieten können. Das geht über ein neues Netzwerk in Rahden.
Beispielsweise die Einkäufe für Menschen erledigen, die in Zeiten von Corona das Haus nicht mehr verlassen dürfen oder können, soll eine Leistung sein, die Bürger künftig in Rahden anbieten können. Das geht über ein neues Netzwerk in Rahden. Foto: dpa

Die Lage rund um die Verbreitung des Coronavirus fühle sich von Tag zu Tag angespannter an, berichtet Heike Krüger, Familien- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Das bedeute für einige Menschen vermehrt, dass sie auf Hilfe anderer Menschen angewiesen sind.

In den Foren der Neuen Medien bieten Bürgerinnen und Bürger immer öfter ihre Hilfe für ältere Personen beziehungsweise Risikogruppen an. Auch der Präventionsrat und die Unternehmensgruppe Dr. Bock hätten Ideen zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen, sagt Heike Krüger.

Die Stadt hat ein neues Projekt auf die Beine gestellt

Rahdens Bürgermeister, Dr. Bert Honsel, freue sich über die angebotene Hilfe und möchte diese seitens der Stadt Rahden zusammenführen, teilt Krüger mit. Zur weiteren Planung habe es eine Abstimmung zwischen dem Vorstand des Präventionsrates Rahden, Merle Schröder (Dr. Bock- Unternehmensgruppe) und Heike Krüger gegeben, um ein Nachbarschaftsnetzwerk zu planen.

Merle Schröder ist Projektkoordinatorin für das Projekt „Miteinander und nicht allein – Zeit schenken macht Freu(n)de“.

Die Gerontologin Merle Schröder ist innerhalb der Dr. Bock Unternehmensgruppe Projektkoordinatorin für das Projekt „Miteinander und nicht allein – Zeit schenken macht Freu(n)de“. Das Projekt, das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gefördert wird, möchte Altersisolation vorbeugen und das Miteinander in der Gesellschaft der Stadt Rahden fördern.

Den Bedürftigen soll geholfen werden

Bürgerinnen und Bürger sind deshalb nun aufgerufen, in ihrem Umfeld hilfsbedürftige Menschen in der jetzigen Situation zu unterstützen. Hier setzt die Stadt Rahden auf gut funktionierende Nachbarschaftshilfe vor Ort. Für Menschen, die keine Unterstützung aus ihrem Umfeld bekommen können, ist ein gemeinsames Netzwerk mit dem Namen „Nachbarschaftshilfe“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Rahden geplant. Die Koordination übernimmt Merle Schröder. Ehrenamtliche, die Hilfe anbieten möchten, oder hilfsbedürftige Personen können unter Telefon 05771/9146666 Kontakt aufnehmen.

Auf Hygiene muss immer geachtet werden

Bürgermeister Dr. Bert Honsel betont allerdings, dass bei einer persönlichen Kontaktaufnahme zwischen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und unterstützten Menschen auf die Einhaltung von Hygieneregeln strengstens zu achten sei und die sogenannten „sozialen Kontakte“ auf das notwendige Minimum zu reduzieren seien. „Denn über allem“, so der Bürgermeister, „steht die Verlangsamung der Verbreitung des Coronavirus.“

Neben der Homepage der Stadt Rahden bietet die kostenlose App „Gut versorgt in Rahden“, eine weitere Informationsmöglichkeit zum aktuellen Thema. Hier gibt es eine neue Corona-Informationskachel, die viele Fragen zum dem Thema beantwortet. Den Link zum Runterladen der App ist auf der Homepage der Stadt Rahden oder unter www.gut-versorgt-in.de zu finden.

Das sind die wichtigen Ansprechpartner

Ansprechpersonen zum Projekt „Corona-Nachbarschaftshilfe in Rahden“ sind Merle Schröder, erreichbar unter Telefon 05771/9146666 sowie Heike Krüger, Familienbeauftragte der Stadt Rahden, erreichbar unter Telefon 05771/7315. Eine Beratung zu medizinischen Fragen gibt Dr. Wolfgang Adam (Präventionsrat Rahden) unter Telefon 0177/8913860. Informationen für geflüchtete Personen gibt es bei Cornelia Riemer-Griebel unter Telefon 05771/7367.

Nähere Information zum Datenschutz bei diesem Projekt finden alle Bürgerinnen und Bürger im Internet.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7336703?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516046%2F