Sulinger Bürgermeister bezieht Stellung zu Bahnthema „Moderne Verkehrsformenüberholen Reaktivierung“

Rahden/Sulingen (WB). Der Sachstand der Wiederbelebung der Eisenbahnstrecke Rahden-Bassum ist jetzt Thema im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung der Stadt Rahden am Dienstag, 10. März. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 17 Uhr und ist öffentlich. Dabei wird ein Vertreter des Eisenbahnbündnisses Bassum-Bünde (AEBB) berichten.

Von Michael Nichau
Im Norden Rahdens wird die ehemalige Bahntrasse für den Betrieb der Draisinenbahn nach Ströhen genutzt.
Im Norden Rahdens wird die ehemalige Bahntrasse für den Betrieb der Draisinenbahn nach Ströhen genutzt. Foto: Nichau

Seit 2012 ist auch die Stadt Rahden Mitglied des Aktionsbündnisses, das sich für die Erhaltung des Sulinger Bahn-Kreuzes, bestehend aus den Strecken Diepholz-Sulingen-Nienburg und Bassum-Sulingen-Bünde, einsetzt. Das Bündnis hat sich gegen geplante Verkäufe von Teilen der Trasse ausgesprochen.

Nach aktuellen Informationen soll der Verkauf von Teilstrecken durch die Bahn-AG vorläufig gestoppt worden sein. Auch eine Reaktivierung der Strecke wird von niedersächsischen Verkehrsministerium für nicht sinnvoll erachtet.

Zum aktuellen Thema hat jetzt auch der Bürgermeister der Stadt Sulingen, Dirk Rauschkolb, auf Anfrage dieser Zeitung eine Einschätzung abgegeben.: „In vergangenen Jahren ist oft kontrovers über die Reaktivierung des Sulinger Kreuzes diskutiert worden. Dazu beigetragen haben sicher auch die städtebauliche Planung der Stadt Sulingen und die geplante Südschleife der DB. Inzwischen ist ein weiteres Jahrzehnt vergangen.“ Es gebe im Zuge des Sulinger Bürgerbeteiligungsprozesses die Arbeitsgruppe ‚Bahn 2.029‘, die sich für eine Reaktivierung des Sulinger Kreuzes einsetzte. Die Bahn habe den Plan des Baus der Südschleife aufgegeben, betreibe aber die Versteigerung von Strecken des Sulinger Kreuzes. „Wobei sich kürzlich sowohl der Landkreis Diepholz und die Stadt Sulingen gegen die Entwidmung von Eisenbahninfrastruktur ausgesprochen haben“, sagte Rauschkolb. Eine Anbindung und Erreichbarkeit der Stadt Sulingen im Hinblick auf die Oberzentren sei zwar wichtig und es gelte, diese beständig zu verbessern. „Realistisch gesehen halte ich die Reaktivierung der entsprechenden Bahnstrecke allerdings für unwahrscheinlich. Tatsächlich ist Sulingen vor wenigen Monaten durch die angesprochenen Landesbuslinien besser an die Oberzentren angebunden worden. Hier gilt es ständig zu optimieren. Ob dies schienengebunden oder durch neue moderne und innovative Verkehrsmittel geschieht, sei dahingestellt.“

Allerdings glaubt Rauschkolb, dass der technische Fortschritt und das Tempo der Entwicklung von modernen Verkehrsformen auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes „schneller und kostengünstiger von statten geht als die konservative Reaktivierung der Bahnstrecke.“

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