„Gla-Wel“ aus Melle übernimmt den angeschlagenen Metallbauer HIK als neue Firma
20 Arbeitsplätze in Rahden gerettet

Rahden (WB). Im September hatte das Metallbauunternehmen HIK (Gewerbegebiet West) Insolvenz angemeldet. Gestern gab Rechtsanwalt Stefan Meyer aus Lübbecke, Mitglied der Pluta-Anwaltskanzlei, bekannt, dass er einen Investor für das Unternehmen gefunden hat. 20 Arbeitsplätze sind offensichtlich in Rahden gerettet worden.

Samstag, 08.02.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2020, 05:02 Uhr
Das Metallbauunternehmen HIK in Rahden: Die Arbeitsplätze auf dem Firmengelände bleiben erhalten. Die Gla-Wel-Gruppe aus Melle hat HIK als Tochter-Firma übernommen. Foto: Nichau

Übernahme zum 1. Februar

Die Firma „Gla-Wel“ aus Melle hat zum 1. Februar die ehemalige Firma „HIK Systeme und Module“ als eigenständiges Tochterunternehmen übernommen. Neue Geschäftsführer sind Simon Welkener und Stephan Glahs von der „Gla-Wel“-Gruppe.

HIK in Rahden fertigt Sonderkonstruktionen im Stahlbau, Klärwerksmaschinen und Bauteile für Biogasanlagen. „Herstellung von sehr großen Bauteilen und Baugruppen als Ausrüstung für Klärwerke“, heißt es im neuen Firmenprospekt von „Gla-Wel“.

„Als Dienstleister bieten die HIK-Mitarbeiter den Kunden eine durchgängige Fertigungskette inklusive Konstruktionsplanung sowie einen Wartungs- und Montageservice. Darüber hinaus werden in einem neueren Geschäftsbereich Maschinensicherheitsabsperrungen und Maschinenpodeste individuell konstruiert, produziert und vertrieben“, heißt es von der Kanzlei.

Den Grundstein für den HIK-Familienbetrieb legte Ingrid Ebert bereits im Jahr 1972«, schreibt die Kanzlei. „Die neue HIK GmbH übernimmt im Zuge einer übertragenden Sanierung den Geschäftsbetrieb. Die Verantwortlichen haben am 29. Januar die notariellen Verträge geschlossen. Als Übertragungsstichtag wurde der 1. Februar vereinbart. Der Investor übernimmt das gesamte bewegliche Anlage- und Vorratsvermögen und hat auch die Rahdener Betriebshallen erworben. Von den ursprünglich 25 Arbeitsplätzen bleiben 20 erhalten.

Anwalt wurde aktiv

Zur Geschichte: Am 17. September wurde das vorläufige Verfahren über das Vermögen der Rahdener Firma HIK Systeme und Module GmbH angeordnet.« Das schrieb damals Stefan Meyer. Er wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Rahdener Metallbauunternehmens lief seit der Antragstellung uneingeschränkt weiter.

»Grund für die Insolvenzantragstellung waren Liquiditätsschwierigkeiten“, hieß es damals in der Mitteilung des Anwalts. Stefan Meyer und sein Team hatten im September die notwendigen Schritte zur dauerhaften Sicherung des Geschäftsbetriebs eingeleitet und den neuen Investor gesucht.

Die Geschäftsführer Glahs und Welkener erwarten von der neuen Konstellation „zahlreiche Vorteile, die der neuen Firma zugute kommen werden. Gla-Wel“ und HIK werden auf einer Messe vertreten sein und suchen Auszubildende.

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