Lübbecker Straße: Planungen kommen nicht weiter
Bürger fordern einen Radweg

Rahden (WB). Die Mindener und Lübbecker Straße in Rahden sind in schlechtem Zustand. Eigentlich hätte schon lange auf dem Plan gestanden, die beiden wichtigen Verkehrsadern im Bereich bis Stelle und bis zum Gewerbegebiet West zu erneuern, merkten Bürger beim Ortsteilgespräch kritisch an.

Samstag, 08.02.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2020, 05:02 Uhr
Der Straßenbelag an der Lübbecker Straße in Rahden ist arg lädiert. Bürger wünschen sich hier auch einen Rad- und Gehweg. Eine Verschwenkung der Fahrbahn wäre hier eine mögliche Option, hieß es von der Stadtverwaltung Rahden. Foto: Michael Nichau

„Das ist eine Zumutung auch für Fußgänger, gerade für Senioren an der Lübbecker Straße“, entrüstete sich ein Anwohner, zumal der fehlende Rad- und Gehweg an der Südseite der Straße seit fünf bis sieben Jahren dort Thema sei.

„In der Tat laufen derzeit weitere Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW“, erläuterte Bürgermeister Bert Honsel den Bürgern. Die Rede sei auch davon, Kanalbaumaßnahmen in den Straßen mit einzuplanen. „Darüber hinaus sollen die Fahrbahnen in bestimmten Bereichen erneuert werden“, erläuterte Honsel.

Die Planungen seien beim Landesbetrieb allerdings noch nicht erfolgt, schränkte der Bürgermeister ein und sprach damit ein aktuelles Problem in den Verwaltungen an: „Es fehlen die Planungskapazitäten. Derzeit hapert es nicht am Geld“, sagte Honsel. „Die Gelder aus Düsseldorf und Berlin – auch für Projekte in der Stadt Rahden – können nicht abgerufen werden, weil uns einfach die Planungskapazitäten nicht zur Verfügung stehen“, bat Honsel um etwas Geduld.

Die Bürger sprachen auch an, ob man den Radwegebau – besonders an der Lübbecker Straße – anschieben könnte. „Das ist in diesem Bereich, vor allem in der Kurve der Lübbecker Straße, nicht ganz unproblematisch“, sagte Honsel ganz klar. Es sei unsicher, ob die Straßentrasse an der Lübbecker Straße die erforderliche Breite hergebe.

„Das wird vermutlich so geplant werden, dass die Fahrbahn dort in Teilbereichen verschwenkt wird“, erläuterte Fachbereichsleiter Dieter Drunagel. Abmarkierungen direkt auf den Straßen, wie oft im Osnabrücker Raum praktiziert (so genannte „Angebotsstreifen“) seien nicht ohne weiteres zu verwirklichen. Immer müsse die Straßenverkehrsbehörde dazu angehört werden.

Um Geduld baten die Vertreter der Stadtverwaltung auch bei der Mindener Straße. Dort ist die Fahrbahnerneuerung bis Stelle vorgesehen. „Außerdem planen wir an dieser Straße die Fortführung des Radwegstreifens über Tonnenheide bis nach Diepenau“, sagte Drunagel. Der Radweg werde in diesem Bereich neu gebaut: „Die Ausschreibung ist raus.“ Also werde es an der Mindener Straße bald den Radwegeschluss nach Niedersachsen geben.

Wie aber sieht die Radwege-Situation von Wehe in die angrenzenden Gebiete aus?, wollten die Bürger zusätzlich wissen.

„Wir haben auch Kontakte zur Samtgemeinde Uchte aufgenommen, um das hinzubekommen. Letzter Stand: Ein Programm für Radwege ist dort nicht aufgestellt“, erläuterte Dieter Drunagel. Auf NRW-Seite würden alle Mittel des Kreises derzeit in die Sanierung der Kreisstraßen gesteckt, jedoch nicht in den Radwegebau. Auch zu diesem Thema regten die Bürger an, zumindest übergangsweise auf den Kreisstraßen Angebotsstreifen für Radler zu markieren. „Das dürfen wir nicht so einfach“, machte der Bürgermeister die juristische Lage deutlich.

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