Ursprünglichen Standort „wegen Beschwerden“ aufgegeben – Kita-Bau verzögert sich
Notgruppe soll eingerichtet werden

Varl (WB). Eigentlich wäre Wunschvorstellung der Varler Initiatoren rund um Ortsvorsteherin Anette Streich und Planer Uli Eikenhorst gewesen, bereits im August 2020 eine Kindertagesstätte in Varl zu etablieren.

Donnerstag, 06.02.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 05:02 Uhr
Das Gelände an der ehemaligen Hengststation in Varl ist wegen Beschwerden als Kita-Standort verworfen worden. Mit Hochdruck sucht die Stadt Rahden nach Alternativen. Foto: Michael Nichau

Baurecht nicht zu schaffen

Daraus wird jetzt wohl nichts werden: Aus immissionschutzrechtlichen Gründen kann die Stadt wohl an dem ursprünglich vorgesehenen Standort an der ehemaligen Hengststation in Varl kein Baurecht verwirklichen. „Drei Beschwerdeträger gehen dagegen vor“, sagte Bürgermeister Dr. Bert Honsel auf Anfrage dieser Zeitung.

alternative Standorte

So sei die Stadt Rahden in enger Abstimmung mit dem Kreisjugendamt, dem Kreisumwelt- und Kreisbauamt bemüht, weitere drei Alternativstandorte zu prüfen und für einen dieser Standorte auch Baurecht zu schaffen. Die genauen Bauplätze wollte Honsel wegen anstehender Verhandlungen nicht nennen.

Notgruppe erforderlich

Wohl aber gehe er davon aus, dass zum vorgesehenen Startzeitpunkt (August) für eine Varler Kita-Gruppe dieses Verfahren nicht abgeschlossen sein werde. „Das braucht letztlich seine Zeit. So wird es möglicherweise erforderlich, am Standort Varl – denn wir wollen nach dem eindeutigen Ratsbeschluss die neue Tagesstätte auf dem Gebiet der Ortschaft Varl etablieren – dort ab August eine Notgruppe für die Ortschaften Varl und Sielhorst einrichten.“

Kreis ist verantwortlich

Und nun sei es zusätzlich erforderlich, für diese Notgruppe einen geeigneten Standort zu finden. „Auch das muss in Abstimmung mit dem Kreisjugendamt erfolgen, denn dieses ist für die Kindertagesstätte verantwortlich und zuständig“, merkte Honsel an. „Ortsvorsteherin Anette Streich und Uli Eikenhorst sind intensiv darum bemüht, auch die Notgruppe direkt in Varl unterzubringen und suchen nach Möglichkeiten“, sagte Honsel.

Anette Streich: Wir haben schon 32 Anmeldungen vorliegen. Die Eltern werden von uns nicht im Stich gelassen. Im August startet der Kindergarten definitiv.“

Es gebe auch viele hilfsbereite Menschen in Varl. „Es ist schön, dass es so etwas noch gibt und wir werden in Varl einen Standort für die Notgruppe finden. Wir haben viele Helfer und auch gute Ideen“, sagt die Ortsvorsteherin.

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