Nach 23 Jahren Dienst wechselt der Preußisch Ströher in die Ehrenabteilung der Feuerwehr
Heinfried Kröger verabschiedet

Rahden (Art). Ein Hobby, mit dem man etwas Sinnvolles tut, nebenbei auch noch Spaß hat, bei dem man mit vielen Leuten zusammenkommt und bei dem robuste Technik fasziniert: Einen solchen Freizeitausgleich suchte Heinfried Kröger vor fast genau 23 Jahren – und fand dies alles auf einen Schlag bei der Feuerwehr.

Mittwoch, 08.01.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 05:02 Uhr
Heinfried Kröger (mit Ehefrau Annette) ist von den stellvertretenden Wehrführern Reiner Langhorst (von rechts) und Carsten Kunter, Löschzugführer Ingo Buschendorf sowie seinen Stellvertretern Stefan Wagenfeld und Sven Meyrose in den Feuerwehrruhestand verabschiedet worden. Foto: Anja Schubert

Mit sportlichen 37 Jahren, ohne Vor-, jedoch mit jeder Menge Lebenserfahrung, trat der gelernte Abwassermeister dem Löschzug Preußisch Ströhen bei. Der beliebte und erfahrene Kamerad wurde am Sonntagmorgen mit dem bevorstehenden Erreichen des 60. Lebensjahres zum Bedauern der Kameraden auf Antrag in die Ehrenabteilung verabschiedet. Gern hätten sie ihn noch bis zum 67. Lebensjahr in ihren Reihen gewusst.

Nachdem Löschzugführer Ingo Buschendorf die zahlreich erschienenen aktiven Kameraden und Mitglieder der Ehrenabteilung begrüßt hatte, leitete der stellvertretende Wehrführer Reiner Langhorst mit der von Erinnerungen und Anekdoten geprägten Laudatio die Verabschiedung ein. Den augenzwinkernd „unschöneren“ Part, die Entlassung, übernahm sein Pendant Carsten Kunter.

„Nach dem Dienstantritt waren die nächsten zwei Jahre von Heinfried Kröger nahezu ausgebucht“, stellte Langhorst heraus. Denn Kröger absolvierte binnen dieser Zeit engagiert und motiviert die komplette 235 Stunden umfassende Grundausbildung mit den beiden Truppmannlehrgängen, Sprech­funker-, Maschinisten- und Atemschutzgeräteträger-Ausbildung. Es folgten Beförderungen zum Feuerwehrmann (1999), Oberfeuerwehrmann (2002) und Hauptfeuerwehrmann (2007). Auch am Leistungsnachweis nahm er zehn Jahre ohne Unterbrechung teil und sicherte sich entsprechende Leistungsabzeichen bis zur Stufe „Gold auf blauem Grund“.

„In Deinem Element warst Du immer dann, wenn es darum ging, viel Wasser von A nach B zu pumpen“, so Langhorst über die Passion des gelernten Abwassermeisters. „Aber auch bei den nicht gerade wenigen Umbauten am Gerätehaus warst Du immer zur Stelle und hast mit Deinem breiten Wissen tatkräftig angepackt.“ Kröger genieße in der Löschgruppe großes Ansehen. „Doch Chef wolltest Du all die Jahre getreu dem Motto: ,es kann nicht nur Häuptlinge geben’ nicht sein.“ Mit der Gründung des Fördervereins 2012 erklärte sich Kröger dann doch bereit, den Posten des zweiten Vorsitzenden zu übernehmen. „Ein Amt, das Du auch nach dem Wechsel in die Ehrenabteilung nicht aufgeben wirst“, sagte Langhorst freudig.

Auch bei den geselligen Unternehmungen waren der Hauptfeuerwehrmann und seine Ehefrau Annette immer gern mit dabei, ihre Gastfreundschaft und Kameradschaftspflege für und mit Mitgliedern der Partnerwehren Rhynern und Glindow beispielhaft. „Unterm Strich waren es 23 sehr arbeitsreiche Jahre, in denen Du unzählige Stunden zum Wohl der Allgemeinheit geleistet hast. Dafür höchsten Respekt und Anerkennung im Namen des Löschzuges Preußisch Ströhen, der Stadtwehr und der Bevölkerung“, schloss Langhorst, bevor Carsten Kunter die Entlassungsurkunde und ein „Feuerwehrtröpfchen“ überreichte und Manfred Schlechte das neue Mitglied in der Ehrenabteilung begrüßte. Präsente und Dankesworte gab es für den scheidenden Feuerwehrmann und Ehefrau auch von den Kameraden des Preußisch Ströher Löschzuges.

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