Kirchplatz festlich eingeweiht – Ministerin übergibt Förderbescheide für eine Million
»Ein richtig guter Tag für Rahden«

Rahden (WB). »Heute ist auch ein Tag, um den Helfern rundherum, den Funktionsträgern Danke zu sagen«, meinte Pfarrer Udo Schulte in seiner Predigt zur Kirchplatz-Einweihung in Rahden. »Wir haben Neues mit Altem verbunden«, fasste Bürgermeister Dr. Bert Honsel die vergangenen Jahre, die mit vielen Diskussionen verbunden waren, in seiner Begrüßung zusammen.

Sonntag, 08.09.2019, 15:39 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 09:46 Uhr
Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach (vorn Mitte) hat bei der Kirchplatz-Einweihung in Rahden sechs Förderbescheide über insgesamt etwa eine Million Euro übergeben. Vertreter aus den Ortschaften haben sich mächtig gefreut. Foto: Michael Nichau

»Es ist ein funktionaler und schöner Platz entstanden, der für viele Zwecke zu verwenden ist. Vor allem aber ist der Kirchplatz Raum für Begegnung für jung und alt«, meinte Honsel.

Nicht ohne Widerstand

Kirchplatzeinweihung in Rahden

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Foto: Michael Nichau
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Nicht immer sei »die komplette Umgestaltung des Platzes« ohne Widerstände abgelaufen, sagte er in seiner Rede. »Evangelische Kirchengemeinde und Stadt Rahden haben hier zusammengearbeitet und nach sechs Monaten Bauzeit freuen wir uns über den neuen Platz.« Umgesetzt wurde die Planung des Büros Adam aus Potsdam. Bereits 2012 habe sie begonnen. »Die Stadt hat sich mit 30 Prozent an den Baukosten beteiligt. Ohne die 70-prozentige Förderung des Landes NRW hätte das aber nicht umgesetzt werden können«, richtete er lobende Worte an Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Bei der Einweihung mit dabei waren auch Bundestagesabgeordneter Achim Post (SPD, und die beiden Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann (CDU) und Ernst-Wilhelm Rahe (SPD). Knapp eine Million Euro habe die Umgestaltung des Platzes gekostet, resümierte der Bürgermeister und es sei eine halbe Million Pflastersteine von Hand verlegt worden.

Stöckelschuhe nicht geeignet

»Das löst zwar den Unmut von Bräuten mit Stöckelschuhen aus, die hier hängenbleiben, aber das war es uns wert«, meinte Honsel etwas ironisch auf die Diskussionen der Vergangenheit zurückblickend. »Er ist doch schön geworden, mit der neuen Bepflanzung, den Bäumen und dem Brunnen, der an heißen Tagen die ersehnte Erfrischung liefert.«

»Die Neugestaltung des Platzes ist nicht das Ende«, kündigte Honsel an. Drei Investoren hätten noch viel mit der Kirchringbebauung vor. Ein Gebäude sei bereits mit einem Aufwand von knapp einer Million Euro wieder hergerichtet worden. »Auch die anderen Gebäude am Kirchring werden ihr Gesicht entscheidend verändern. Die Stadt wird dazu einen entsprechenden Beitrag leisten«, kündigte das Rahdener Stadtoberhaupt an.

Eine Million Euro aus Düsseldorf

Ministerin Ina Scharrenbach kam indes nicht mit leeren Händen aus Düsseldorf: Sie übergab Honsel sech Förderbescheide für Maßnahmen in den Ortsteilen in Höhe von insgesamt einer Million Euro. »Der Kirchplatz ist Ihr ureigenstes Siedlungsgebiet«, meinte Scharrenbach. »Glaube bedeutet auch, dass Menschen sich engagieren. Und das ist ein wichtiges Kriterium für die Förderung. Wir unterstützen alle ihre Ideen mit einer Million Euro.«

Darüber freuen sich Varl (multifunktionaler Platz mit Spielgeräten), Wehe (Begegnungszentrum), Sielhorst (Wegebau), und Rahden (Platz am Schulzentrum sowie zwei Haus-Abrisse). 514.000 Euro davon setzt allein der Bund für ein aktives Zentrum in Rahden ein.

»Schön, wenn Bauen klappt«

»Es ist schon ein schöner Job, Förderbescheide nach Rahden zu bringen«, betonte Achim Post. »Es ist ein richtig guter Tag für Rahden«, meinte er. »Hier wird gebaut und fertiggestellt. Das ist der Unterschied zu Berlin.« Er selbst sei in Rahden getauft worden. »Im neuen Taufbecken. Im alten wurde nur alle drei Wochen das Wasser gewechselt. Also ist es gut, mal was Neues zu bauen«, scherzte er.

Nach so viel Rede um Ehre und Geld gehörte die Bühne an der Kirche der VHS-Laienspielgruppe Schatulle, die in einem kleinen Anspiel wahre Geschichten aus der Rahdener Chronik präsentierte. Da gehörte hin, dass der Kirchplatz sonntags zum Markt wurde. »Es wurden Käufe, Verkäufe, Vermietung und Gelgeschäfte erledigt«, hieß es in dem kleinen Stück, das Edith Stöver, Friedlind Thane, Wolgang Hanke und Uwe Brettholle aufführten.

Humorvoller Blick zurück

Stadtheimatpfleger Claus-Dieter Brüning hielt einen Vortrag über Rahdens neue Mitte und Kündigte einen weiteren Höhepunkt der Einweihungsveranstaltung an: In der Nähe des Turmportals der Kirche wurde ein Gedenkstein enthüllt. Er markiert den Punkt, von dem aus in Rahden die Entfernungen zu anderen Orten gemessen wurden. der »Nullpunkt-Stein« wurde von Bert Honsel und Brunhilde Meier, Architektin der Kirchengemeinde, enthüllt.

Nach dem offiziellen Teil öffneten die Gastro-Zelte der Rahdener Wirte, ganz wie in früherer Tradition rund um die Kirche. Von Spießbraten über Antipasti bis Baumkuchen war vielerlei für den eigenen Gaumen zu erwerben. Musik durfte nicht fehlen. Den Auftakt machte »Lea« (Lea Bohnhorst), begleitet von einem Gitarristen.

Die Bläser des Gymnasiums Rahden, die Rockband und die heimische Gruppe »The Ne Foggy Few« schlossen sich an. Für den Abendabschluss hatte der Rahdener Kulturverein Kul-Tür ein Chanson-Konzert geplant.

 

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