Brand in Tonnenheide/Hahnenkamp: Polizei vermutet technischen Defekt als Ursache
Großeinsatz dauert bis Freitag

Rahden (WB). Zu einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Tonnenheide ist am Donnerstagabend die Feuerwehr ausgerückt. An der Straße Hahnenkamp brannte (wie berichtet) ein Stallnebengebäude aus. Dort waren Stroh sowie landwirtschaftliche Maschinen untergebracht. Ein Übergreifen auf eine Biogasanlage, einen großen Kuhstall sowie das Hauptgebäude konnte verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Die Kreisleitstelle alarmierte um 18.12 Uhr die Löschgruppen Tonnenheide und Wehe sowie die Löschzüge Rahden und Preußisch Ströhen.

Freitag, 06.09.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 16:16 Uhr
Auch von außen ist die Feuerwehr gegen den Brand angegangen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das 20 mal 60 Meter große Gebäude im Vollbrand und die Flammen waren bereits durch das Dach geschlagen.

Durch die große Rauchwolke war der Inhaber eines Spargelhofes auf den Brand aufmerksam geworden und bot seine Wasserwagen mit 18.000 Liter zur Unterstützung an, was die Feuerwehr gerne annahm. Durch diesen massiven Einsatz von Kräften und Löschwasser konnte das Feuer auf das Brandobjekt begrenzt und ein Übergreifen auf die Biogasanlage sowie voll belegten Kuhstall verhindert werden.

Da es eine große Rauchentwicklung gab, wurden hier auch Atemschutzgeräte sowie Masken eingesetzt. Durch den Brand kam es auf dem gesamten landwirtschaftlichen Anwesen zu einem Stromausfall. Ein Notstromaggregat, das sich direkt außerhalb an dem betroffenen Gebäude befand, wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und es traten Betriebsstoffe aus. Diese wurden unter anderem von Kräften des Gerätewagen »Gefahrgut« mit Bindemittel abgestreut und gebunden. Mit Ordnungsamt Rahden und Kreisumweltamt entschied man sich dazu, das Erdreich im Bereich des Notstromaggregates mit einem Bagger abtragen zu lassen.

Die Feuerwehr erhielt Unterstützung von anderen Landwirten sowie Lohnunternehmen, die mit Rad- und Teleskopladern kamen, so das zeitweise mit drei Fahrzeugen das Stroh ausgefahren werden konnte. Um 22.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Das DRK versorgte die Feuerwehrkräfte gegen Mitternacht mit Essen und Trinken.

Da das Herausfahren und Ablöschen des Strohs trotz der Unterstützung sehr zeitaufwendig war, wurde um 1.30 Uhr die Löschgruppe Varl-Sielhorst gerufen. In den frühen Morgenstunden konnten die letzten Einsatzkräfte der Löschzüge Preußisch Ströhen und Rahden den Heimweg antreten, um 7 Uhr wurde die Löschgruppe Tonnenheide erneut zur Ablösung der Löschgruppe Varl/Sielhorst alarmiert. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Freitagnachmittag an. Im Einsatz waren 120 Einsatzkräfte Die Gesamtleitung hatte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Rahden, Carsten Kunter. Die Brandermittler der Polizei gehen von einem technischen Defekt als Ursache aus, hieß es von der Polizeipressestelle am Freitag. »Die Feuerwehr bedankt sich bei Landwirten und dem DRK«, betonte deren Pressesprecher Andreas Berg.

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