SPD-Fraktion stellt Antrag
Wohnen muss bezahlbar bleiben

Rahden (WB). Die SPD-Ratsfraktion möchte in Rahden mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Deshalb hat sie einen Antrag an die Stadt gestellt, über den der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 11. Juli, ab 17 Uhr im Rathaus berät.

Freitag, 05.07.2019, 11:56 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 11:58 Uhr
Symbolfoto Foto: Michael Nichau

Die Fraktionschefin Dorothee Brandt schreibt: »Der Bürgermeister möge zeitnah einen Prozess einleiten, in dem die Rahdener Situation im Bereich Wohnen analysiert wird und Chancen zur Gewinnung bezahlbaren Wohnraums für untere und mittlere Einkommen erschlossen werden. Dabei können für die nächsten Jahre Ziele erarbeitet werden, die auch von den Fraktionen mitgestaltet und mitgetragen werden.«

»Sehr angespannt«

Zur Begründung führt Brandt an: »In der Stadt Rahden ist der Wohnungsmarkt im preiswerten Segment sehr angespannt. Dies gilt sowohl für Neubauten als auch Umbauten bestehender Wohnungen. Private Investoren werden durch die Förderprogramme scheinbar im unzureichenden Maße dazu bewegt, günstigen Wohnraum zu schaffen.«

Es sei absehbar, dass die Nachfrage nach preiswerten Wohnraum in Zukunft unverhältnismäßig steigen werde. Ein reines Vertrauen auf selbstständige Regulierung durch den freien Markt führe mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht zum gewünschten Ergebnis, befürchtet die SPD.

»Damit auch in unserer Stadt sozial ausgewogene Wohnbereiche entstehen, müssen alle Möglichkeiten des sozialen Wohnungsbaus ausgeschöpft werden. Dies kann sowohl in Eigenenergie als auch durch geeignete Bauträger wie Wohnungsgesellschaften geschehen«, regt Brandt an.

Stadt soll Einfluss nehmen

Durch diese oder vergleichbare Maßnehmen solle die Stadt langfristig Einfluss auf Belegung und Mietbedingungen nehmen. Durch das entsprechende Wohnungsangebot sollte sich die Miethöhe in der Stadt im »erträglichen« Rahmen halten, meint die SPD.

»Zu klären ist dabei, inwieweit sich die Stadt in die Realisierung des Wohnungsbaus direkt engagieren kann. Ein zielführendes Grundstücksmanagement ist dabei von großer Bedeutung und sollte in die nötigen Planungen entsprechend mit einfließen«, schlägt die Fraktion vor.

»Die Stadt Rahden kann ihre Attraktivität langfristig erhalten und möglichst noch verbessern, indem die Wohnqualität für alle Generationen und Einkommensschichten einen hohen Stellenwert einnimmt. Der zusätzliche Flächenverbrauch sollte auf der anderen Seite gering gehalten werden, indem vorhandene Gebäude sinnvoll genutzt werden«, heißt es von der SPD weiter. »Unserer Meinung nach kann ein solcher Prozess zum Erfolg führen, wenn alle Fraktionen gleichermaßen beteiligt und Zielsetzungen gemeinsam erarbeitet werden.«

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