Heimatverein Wehe veranstaltet Dorfabend zum Geburtstag
»Mehr Kultur in der Scheune«

Rahden-Wehe (WB). Über zahlreiche Geschenke und hier und da ein Fläschchen Hochprozentiges konnten sich die Mitglieder des Heimatvereins Wehe freuen.

Dienstag, 02.07.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 13:02 Uhr
Ortsvorsteher Heinz Grundmann (von links), Heimatvereinsvorsitzender Friedrich Schepsmeier, Ulrike Grannemann (Kreismühlenverein) und Bürgermeister Bert Honsel haben auf einen stimmungsvollen, geselligen Abend angestoßen. Foto: Anja Schubert

Wegen des 40-jährigen Bestehens hatten sie Nachbarn, örtliche Vereine sowie befreundete Heimatvereine und weitere nahe Gäste zu einem Dorfabend auf das Areal an der Bockwindmühle eingeladen.

Dort wurde in heiterer Runde Geselligkeitspflege betrieben. »Viele Freunde sind der Einladung gefolgt und auch seitens der Vereine haben wir Abordnungen in weitaus größerer Zahl begrüßen können, als es sonst üblich ist«, freute sich Vereinsvorsitzender Friedrich Schepsmeier, der mit einer kurzen Rede die Gäste begrüßte.

Neben den örtlichen Vereinen waren unter anderem die Heimatvereine aus Sielhorst, Tonnenheide und Kleinendorf dabei und darüber hinaus Vertreter der angrenzenden niedersächsischen Nachbarheimatvereine aus Lavelsloh, Nordel und Diepenau.

»Dieser Einsatz geschieht nicht nur für Wehe, sondern ist für die gesamte Stadt Rahden«

Neben OrtsvorsteherHeinz Grundmann ließ es sich auch Rahdens Bürgermeister Bert Honsel nicht nehmen, zu gratulieren und gleichzeitig seinen Dank für die vielen tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit auszudrücken. »Dieser Einsatz geschieht nicht nur für Wehe, sondern ist für die gesamte Stadt Rahden ein unermesslicher Gewinn. Vor allem, weil die Aktiven über vier Jahrzehnte das herausragende Denkmal der Bockwindmühle bewahrt und in einen hervorragenden Zustand versetzt haben«, sagte das Stadtoberhaupt. Hier gelte der Grundsatz: »Was nicht geborgen wird, geht verloren«, betonte er und wies darauf hin, dass man die Attraktivität des Geländes immer mehr ausgeweitet habe.

»Aus der Ruine von vor 40 Jahren ist mittels einer Idee einiger ›spinnerter‹ Weher etwas ganz Großes entstanden«, erläuterte Ulrike Grannemann, stellvertretende Vorsitzende des Kreismühlenvereins, mit Humor und lobte die Akzeptanz, die der Verein und sein Wirken in der Ortschaft und darüber hinaus erfahren würden. »Das sieht man schon daran, wie viele Leute heute Abend hier sind.«

Ort der Kultur, Geselligkeit und für Kulinarisches

Grannemann stellte zudem heraus, dass sich an diesem Ort Kultur, Geselligkeit, Kulinarisches und mit den Bienenstöcken von Friedrich Schepsmeier auch aktiver Naturschutz vereine. »Hier können kleine und große Besucher erleben, wie Obst auf unseren Kuchen kommt und warum Bienen für die Früchte so unermesslich wichtig sind.«

Ohne großen Schnickschnack hatte der Verein zu diesem Abend eingeladen. Und doch stellte Schepsmeier schelmisch das kulinarische Fünf-Komponenten-Menü des Abend heraus: Bratwürstchen und Krakauer, Kartoffel- und Krautsalat sowie Abrissbrötchen. Erfrischende Getränke durften natürlich auch nicht fehlen.

Finanzspritze der Volksbank Lübbecker Land

Zudem betonte er, dass an diesem Abend wie insgesamt auch bei den Backtagen und in den Vorstandsreihen sehr viele Russlanddeutsche mittlerweile mit ihrem Einsatz dem Verein den Rücken stärkten. »Das ist das, was wir brauchen, denn auch wir werden immer älter und durch diese jungen Leute können wir die Arbeit aufrechterhalten.«

Dass der Kreismühlentag am 25. August in diesem Jahr in Wehe eröffnet werde, wertete Schepsmeier als eine zusätzliche Wertschätzung im Jubiläumsjahr. Ein Strahlen zauberte zudem eine Finanzspritze der Volksbank Lübbecker Land in Höhe von 500 Euro, die Sascha Hiller symbolisch überreichte, auf das Gesicht des Frontmannes.

»Wir können die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen«

»Wir können die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen, da wir das Müllerhaus von innen renovieren wollen, um es zukünftig nicht nur als Lagerfläche und Ausweichquartier für Regentage zu nutzen, sondern verstärkt für Kultur und Bilderausstellungen«, erläuterte Schepsmeier. Neben der Osterausstellung hätte sich die Scheune bereits unlängst bei einem Flötenkonzert bewährt, auch Ausstellungen möchte man dort demnächst verstärkt präsentieren.

Den Auftakt soll schon bald ein junger Fotokünstler machen und für September habe man sich mit dem Konzert von Marie Diot ein weiteres Geschenk zum Nulljahr gemacht, an dem man die Öffentlichkeit teilhaben lassen wollte. Einziger Wermutstropfen des Abends war, dass die Vereinsmitglieder auf ihren Gründungs- und Mühlenvater Heinrich Wiegmann verzichten mussten, der krankheitsbedingt nicht an der geselligen Zusammenkunft im Schatten der Mühlenflügel teilnehmen konnte.

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