Junge Freiwillige ziehen Bilanz ihrer Arbeit an Grundschulen
Viel an Erfahrung gewonnen

Rahden (WB). Fünf junge Menschen haben ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Stadtsportverband Rahden absolviert. Im September werden ihre Stellen, die den Grundschulen der Stadt zugeordnet sind, neu besetzt.

Freitag, 07.06.2019, 12:43 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 12:46 Uhr
Sie haben ihr freiwillige soziales Jahr fast hinter sich und ziehen eine positive Bilanz (von links): Rehab Alyousef, Lena Lückemeier, Bastian Wittenbrink, Fabian Hellmann und Jesper Henke.Sie haben an verschiedenen Grundschulen Dienst gemacht.

Grund genug, eine Bilanz der bisherigen Erfahrungen zu ziehen, die Lena Lückemeier, Fabian Hellmann, Jesper Henke, Bastian Wittenbrink und Rehab Alyousef bisher gemacht haben. Vier von ihnen sind den Grundschulen und Offenen Ganztagsschulen zugeordnet. Rehab Alyousef ist eine Ausnahme: Sie arbeitet mit dem TuSpo Rahden zusammen, ist dort als Übungsleiterin für Kinder- und Frauenturnen tätig und betreut beim Freestyle Dance Club das Tanzen mit.

Lena Lückemeier leitet an der Grundschule Rahden zwei eigenverantwortliche Gruppen der Klassen eins und zwei beziehungsweise drei und vier. Ihre Aufgaben liegen beim Breitensport und bei der Sportabzeichenabnahme. Außerdem begleitet die Inhaberin eines Rettungsscheins den Schwimmunterricht der Grundschule und unterstützt das Training der DLRG.

Fabian Hellmann – seine Stelle wird von der Stadtsparkassen-Stiftung finanziell getragen – ist an der Grundschule Tonnenheide tätig. Dort bietet er im Ganztag ein eigenständiges Sportangebot, Sportabzeichenabnahme und arbeitet mit dem TuS Eintracht Tonnenheide zusammen.

Jesper Henke ist der Grundschule Preußisch Ströhen zugeordnet, ist dort – in Zusammenarbeit mit dem SSV Preußisch Ströhen – für Sportabzeichenabnahme, Verwaltungstätigkeiten und die Spielmobilbetreuung zuständig.

An der Grundschule Varl betreut Bastian Wittenbrink in Zusammenarbeit mit dem Sportverein Union Varl ein eigenständiges Sportangebot.

Rehab Alyousef stammt aus Syrien, war dort und in der Türkei als Lehrerin für Geschichte und Sport tätig. »Es ist hier völlig anders, aber es macht mir Spaß«, sagt die junge Frau. Der Umgang mit den Kindern sei lockerer und auch Ganztagsschulen würde es in Syrien nicht geben. Außerdem habe sie immer nur ein bis zwei Sportstunden am Tag erteilen müssen. Dazu sei auch kein Studium erforderlich gewesen. »Hier haben schon die Übungsleiter großes Fachwissen«, meint sie. Sie hat die Möglichkeit, den Freiwilligendienst um ein halbes Jahr zu verlängern. »Dies würde der Stadtsportverband gern ermöglichen«, sagt dessen Vorsitzende Tina Koehler. Voraussetzung sei allerdings Unterstützung durch die Stiftung.

Lena Lückemeier berichtet von ihren positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der DLRG und auch mit dem TuS Wehe, bei dem sie selbst als Tennis-Trainerin aktiv ist. »Nach der Schule bot sich ein FSJ im Sport an«, sagt sie. »Ich habe viele Leute kennengelernt und gelernt, wie man mit Kindern umgeht und wie man Verantwortung übernimmt«, zieht sie Bilanz. Wird es im Sport weitergehen? »Nur nebenberuflich. Ich möchte Industriekauffrau werden«, sagt sie.

Auch Fabian Hellmann zieht ein positives Fazit. Er war in der FSJ-Zeit als E-Jugend Trainer in Tonnenheide tätig. »Es ist ist stressig, macht aber auch Spaß, mit Kindern zu arbeiten«, sagt er. »Man gewinnt enorm an Erfahrung, denn es hat sich sehr viel im Vergleich zur eigenen Grundschulzeit geändert«, sagt er. Auch er möchte eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolvieren.

Bastian Wittenbrink sieht nach dem Freiwilligenjahr seine Perspektive deutlich: »Ich will Grundschul-Lehramt studieren und mit Kindern arbeiten«, ist er sich sicher. Das habe ihm die Arbeit in Varl gezeigt. (Jesper Henke konnte beim Gespräch mit dieser Zeitung nicht dabei sein.)

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