Weher Mühlengruppe feiert mit Ostermarkt einen Auftakt nach Maß
Zauberei bereichert Angebot

Rahden-Wehe (WB). »Natürliche Dekoideen werden immer beliebter. Dieser Trend macht auch vor dem Osterfest nicht Halt«, weiß Simone Niedergriese. Die Hüllhorsterin hat am Sonntag erstmalig auf dem Ostermarkt an der Weher Bockwindmühle ausgestellt.

Dienstag, 02.04.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 03:00 Uhr
Von der Jugend nicht nur für die Jugend: Nick Martin, Hannes Schwarze und Felix Windhorst zeigen Kartentricks. Foto: Anja Schubert

»Die Menschen haben großes Interesse daran, woher das Material stammt. Kein Wunder, dass Niedergrieses Dekorationsideen mit getrockneten Blüten aus nachhaltigem Anbau, Kräutern, Früchten und Gemüse aus dem eigenen Garten großen Anklang fanden. Mit nur einer Woche Vorlauf entschied sich die mittlerweile nach Kneipp ausgebildete Kräuterexpertin, die sich bisher vorwiegend der Malerei verschrieben hatte, ihr neues Hobby in Wehe zu präsentieren. Glaseier mit Federn und getrockneten Blüten, Bärlauch- und Tomate-Basilikum-Salz in dekorativen Röhrchen, Blütenmischungen, Duftwindlichter und vieles mehr verleiteten zum Stöbern. Ganz im Zeichen des Osterfestes stand auch das Angebot der übrigen Aussteller. Edle Vintage-Eier neben bemalten Gänseeiern am Stand von Ausstellungskoordinatorin Barbara Timmer, Holzdekorationen, handbestickte Tischdecken, Karten und Ostergestecke waren weitere Hingucker, die den Besitzer wechselten.

»Die Menschen wollen ins Freie. Das ist bei diesem ersten Backtag zum Saisonauftakt deutlich spürbar«, zeigte sich Heimatvereinsvorsitzender Friedrich Schepsmeier ebenso gut gelaunt wie das ganze Team, das motiviert für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Schon früh suchten sich die Gäste ein Plätzchen vor dem Müllerhaus, um wärmende Sonnenstrahlen zu erhaschen. »Im Jubiläumsjahr haben wir nur acht anstelle der bisherigen neun Backtage. Das wollen wir auch in 2020 so beibehalten, um unsere Ehrenamtlichen nicht überzustrapazieren.« Wichtig sei es, dass die ganze Mannschaft mit guter Laune ans Werk ginge. »Die Besucher merken und schätzen es, hier herzlich und persönlich willkommen geheißen zu werden.«

Herzlich begrüßt wurde einmal mehr die kleine, aber feine Ausstellerschar. »Man kennt sich untereinander, hat aber auch zu vielen Ausflüglern, die quasi als Stammkunden jedes Jahr wieder kommen, persönlichen Kontakt geknüpft«, freute sich Hannelore Ortgies. Seit den Anfängen vor mehr als 20 Jahren ist die Gestringerin dabei. Die Ostergestecke mit Puschelküken waren an ihrem Stand der neue Hingucker.

Auch unter den Gästen freuten sich viele, alte Bekannte zu treffen und bei Kaffee und Dinkelwaffeln oder Deftigem vom Grill und Kaltgetränken ein wenig zu verweilen und zu klönen. Für die jungen Gäste stand erstmalig eine Mal­ecke bereit. Und wer die drei Jugendlichen beobachtete, die immer wieder mit Besuchern ins Gespräch kamen, merkte schnell: Bei den Heranwachsenden, die mit Fingerfertigkeit und Illusion beeindruckten, handelte es sich nicht um Trickdiebe, sondern um Zauberernachwuchs, der den ein oder anderen Gast mit Kartentricks fesselte. »Wir fanden die Zauberei erst nicht so spannend, aber wenn man sich damit beschäftigt, lässt es einen nicht mehr los«, erzählten Hannes Schwarz (14), Nick Marten und Felix Windhorst (beide 13). Sie wurden von Christin Wiegmann angesprochen, mit ihren Künsten das Mühlenleben zu bereichern. »Christin wird verstärkt für diese Zielgruppe etwas auf die Beine stellen und das Angebot ausbauen«, kündigte Schepsmeier an.

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