Club unterstützt Kindergärten mit 250 Euro pro Kursus
Mit Lions Schwimmen lernen

Rahden (WB). Mit dem Projekt »Schwimmen lernen« wollte der Lions Club Rahden-Espelkamp ein Zeichen setzen und das ist gelungen. Präsident Dr. Roland Mettenbrink freute sich sichtlich, dass diese Idee umgesetzt und bereits von zahlreichen Kindergärten genutzt wird.

Samstag, 02.03.2019, 09:00 Uhr
Roland Mettenbrink (von links), Klaus Hennemann, Dietmar Heßlau, Frank Lübeck, Hartmut Jork und Henning v. Eichel-Streiber mit Vertreterinnen aus Kitas und vom DRK. Foto: Elke Bösch

Bei einem Treffen in der Stadtsparkasse Rahden, die dafür die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte, tauschte sich die Vorstandsriege der heimischen Lions noch einmal mit Vertreterinnen der Kitas über ihre Erfahrungen aus. Die Tatsache, dass immer weniger Kinder schwimmen können, habe den Club bewegt, eine Anschubfinanzierung für die Durchführung von Kursen für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter zu gewähren. Ein formloser Antrag reiche und es gebe 250 Euro für den Lehrgang. Die Kosten für die neuen Kurse belaufen sich bis jetzt auf 3000 Euro«, erläuterten Mettenbrink und Schatzmeister Hartmut Jork. Jede Einrichtung im Altkreis Lübbecke, gleich wer ihr Träger ist, kann diesen Angebot nutzen. Und es gilt: Altkreisweit ist nicht auf Rahden und Espelkamp begrenzt.

Problem wurde lange ignoriert

»Wir hoffen auf eine große Resonanz«, sagte Dietmar Heßlau. Kinder müssten so früh wie möglich Schwimmen lernen. 500 Tote in 2018 – und damit 100 mehr als im Vorjahr – seien eine erschreckende Zahl. Zumal, die Geretteten nicht mitgezählt würden. Lange sei dieses Problem ignoriert worden. Ein Grund sah Heßlau auch darin, dass viele Lehrschwimmbecken geschlossen worden seien. Bei den Kleinsten anfangen: »Wer laufen kann, muss schwimmen können«, habe es in seiner Kindheit geheißen, erinnerte Klaus Hennemann. »Ich war überrascht, als ich durch dieses Projekt erfuhr, dass so viele Kinder das nicht mehr können.«

Die anwesenden Vertreterinnen aus den Kitas bestätigten, dass das Angebot »Schwimmen lernen« sehr hilfreich sei. »Die Kinder haben Spaß, lernen sich im Wasser zu bewegen und absolvieren teils sogar das ›Seepferdchen‹. Manche waren zuvor noch nie im Wasser.« Die größte Problematik sei nicht der Kursus an sich, sondern die Organisation. Aufsichtskräfte müssten gestellt werden und besonders der Transport in die Bäder sei nicht immer leicht.

Eltern und Fördervereine helfen

»Teilweise helfen Eltern, teilweise werden Transporter eingesetzt, deren Kosten in manchen Einrichtungen die Fördervereine übernehmen«, hieß es. Alle Erzieherinnen waren sich einig, dass es ohne Unterstützung durch die Eltern nicht funktionieren würde. »Sie fahren die Kinder nicht nur, sondern ziehen sie um oder föhnen Haare.« Und ein schöner Nebeneffekt: »Die Gruppe lernt sich besser kennen und wächst zusammen.«

Kitas können ihre Anfragen per E-Mail an: ro.mettenbrink@googlemail.com richten.

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