Gubela zu Glasfaser-Internet: »Verfahren braucht seine Zeit«
Auftragsvergabe im April

Minden/Rahden (ni). Wie geht es weiter mit dem Ausbau des schnellen Internet mit Glasfaser im Kreisgebiet Minden-Lübbecke. Das haben sich bestimmt auch schon die Bürger in den ländlichen Regionen, also in Rahden und Stemwede, gefragt.

Mittwoch, 06.02.2019, 14:23 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 14:26 Uhr
Oliver Gubela ist Wirtschaftsförderer des Kreises Minden-Lübbecke. Das Foto zeigt ihn bei einem Vortrag über das Glasfaserprojekt.

Auskunft hat Oliver Gubela, Wirtschaftsförderer des Kreises Minden-Lübbecke erteilt. »Wir haben eigentlich immer noch den Sachstand des alten Jahres«, musste er zugeben. Für alle Lose (das Kreisgebiet wurde aufgeteilt) stehen Bietergesellschaften zur Verfügung. Ein Unternehmen möchte sogar im gesamten Kreis ausbauen.

»Das Verfahren geht jetzt in die Bietergespräche. Alles muss konkretisiert werden«, berichtete Gubela im Telefonat mit dieser Zeitung. »Jetzt müssen für das Antragsverfahren die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt werden«, sagte der Wirtschaftsförderer.

Danach würden die Anträge für die Fördermittel von Bund und land zuerst nach Berlin geschickt. Dort werde geprüft und beschieden. »Und von dort aus gehen die Antragsunterlagen nach Düsseldorf, wo über die weitere Förderung von ebenfalls 40 Prozent entschieden wird«, erläuterte Gubela.

»Wir brauchen noch etwa zwei Wochen Zeit, dann gehen die Anträge raus. Wir rechnen für April mit entsprechenden Bescheiden und dann können die Aufträge erteilt werden«, sicherte Gubela zu. Nach der Sommerpause dürften dann – wenn alles glatt laufe – die ersten Baumaßnahmen beginnen.

Die Bieter seien alle einer entsprechenden Prüfung der Leistungsfähigkeit unterzogen worden, ergänzte Gubela. »Wir haben entsprechende Referenzen eingeholt«, sagte Gubela.

Wann und wo im Kreisgebiet tatsächlich mit dem Glasfaserausbau begonnen werden wird, stehe noch nicht fest. »Das ist abhängig davon, welcher oder welche Bieter den Zuschlag erhalten. Namen, welche Unternehmen daran beteiligt sein werden, könne der Kreis erst nach den Auftragsvergaben im April bekannt geben.

»Das ist ein sehr sensibles Verfahren. Deswegen ist hier Verschwiegenheit erforderlich«, bat Gubela um Verständnis. »Wir sind aber an dieses Prozedere gebunden und das braucht viel Zeit«, sagte er und verwies auf die zum Teil komplizierten europäischen Ausschreibungsregeln. »Die sind aber erforderlich, um die Förderung in Höhe von 80 Prozent zu erhalten«, sagte Gubela.

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