Umwelt-Projekt an der Weher Mühle wird mit 1500 Euro gefördert Kinder pflanzen Apfelbäume

Rahden-Wehe (WB). Blüten und Beeren für Vögel und Insekten: Mit einem ökologischen Projekt wertet der Heimatverein Wehe das Gelände rund um die historische Bockwindmühle auf. Am Mittwoch haben Mädchen und Jungen des DRK-Kindergartens »Zwergenhaus« die Arbeiten mit einer Baumpflanzaktion abgeschlossen.

Von Michael Nichau
Friedirch Schepsmeier (links) hat mit gegraben. Hartmut Jork und Wolfgang Hesse von der Stadtsparkassen-Stiftung sehen zu.
Friedirch Schepsmeier (links) hat mit gegraben. Hartmut Jork und Wolfgang Hesse von der Stadtsparkassen-Stiftung sehen zu. Foto: Michael Nichau

Bereits vorher hatten ehrenamtliche Helfer mit Gartenbau-Fachmann Dennis Meyer aus Nordel alte Hecken entfernt und neue angepflanzt, die mehr Nutzen für die Natur bringen sollen. »Viel Arbeit, die auch gewürdigt werden muss«, urteilte Friedrich Schepsmeier, Vorsitzender des Heimatvereins Wehe.

Außerdem wird in etwa 14 Tagen ein Blühstreifen mit bunten Blumen angelegt, in den schon jetzt die drei Apfelbäume von den Kindern gepflanzt worden sind.

»Das ist eine ganz tolle Geschichte hier«, lobte Wolfgang Hesse, der mit Hartmut Jork als Vertreter der Stadtsparkassen-Stiftung »Standort: hier« erschienen war, um sich ein Bild von den Maßnahmen zu verschaffen. Denn: Die Stiftung fördert das Öko-Projekt mit 1500 Euro.

»In 20 Jahren, wenn ihr groß seid, stehen hier mächtige Apfelbäume«, richtete Hesse das Wort an die jungen Helfer, die sich mächtig ins Zeug legten, um die etwa 40 Zentimeter tiefen Pflanzlöcher zu graben und das Erde-Kompost-Gemisch um die Setzlinge festzutreten. Mit den Erzieherinnen Ingrid Langhorst und Romy Hackmann hatten sie – ausgerüstet mit kleinen Schaufeln – einen Spaziergang von der Kita zur Mühle unternommen.

»Mit den neuen Hecken ist das Mühlengelände nun von allen Seiten umschlossen. Die Hecken sollen Beeren für Vögel und Blüten für Insekten hervorbringen«, erläuterte Schepsmeier. Er selbst – als Hobbyimker – wolle zudem auf dem Gelände zwei seiner Bienenvölker und Info-Tafeln aufstellen, um die Besucher an Mühlentagen über das Hobby zu informieren.

Auch der Storch habe (vorsichtig) Einzug gehalten, wohl aber noch nicht das passende Gegenstück zur Hochzeit gefunden. »Am Montag war ein Jungstorch auf dem Nest, hat sich aber noch nicht entschlossen, hier zu bleiben«, berichtete Helmut Klasing, stellvertretender Vorsitzender.

Auch auf die Störche wollen die Mühlenfreunde noch mit Info-Tafeln hinweisen. »Wir hoffen darauf, dass nach vielen Jahren das Nest vielleicht angenommen wird«, sagte Schepsmeier. »So werden die Besucher der Mühle neben Platenkuchen und Waffeln auch noch über wichtige Dinge informiert«, meinte er.

Für den Blühstreifen sei es zur Aussaat noch zu früh, informierte Dennis Meyer. Er hatte den Mühlenfreunden zu Faulbaum, roter Heckenkirsche, Weide, Pfaffenhütchen, Weißdorn und Liguster geraten. jetzt müssen sich die Sträucher entwickeln und auch die Apfelbäume – gesichert mit Pflöcken – anwachsen, lautet der Wunsch der Heimatfreunde.

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