Kommentar zur Kirchplatz-Gestaltung Nicht alle Rahdener dürften begeistert sein

Alea iacta est, sagte der alte Lateiner, wenn die Würfel gefallen waren. Und das sind sie beim Platz rund um die St. Johannis-Kirche wohl. Nicht alle Rahdener dürften davon begeistert sein. Aber Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Jetzt haben sich Stadt und Kirche auf ein Modell geeinigt und damit muss Rahden jetzt leben. Im Bauausschuss gab es, Zustimmung für diese Umgestaltung. Und der Rat? Die hohen Kosten könnten Ratsmitglieder verschrecken. 30 Prozent von 888.000 Euro sind kein Pappenstiel und Rahden ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Auch sollte man zumindest hin- und wieder bei den Aussagen »Das wird vom Land gefördert. Da kommen Mittel aus dem Topf« einen wichtigen Zusatz hinzufügen. Nämlich, dass die Zuschüsse nicht vom Himmel fallen. Sie stammen aus unseren Steuergeldern. Das sollte auch immer deutlich gesagt werden.

Von Elke Bösch
Solche Grünunterpflanzungen sind auch für die neuen Linden auf dem Platz vor der St. Johannis-Kirche angedacht.
Solche Grünunterpflanzungen sind auch für die neuen Linden auf dem Platz vor der St. Johannis-Kirche angedacht.

Teilerfolg für eine Gruppe

Zumindest eine Gruppe Rahdener, die um die Mauer gekämpft hat, kann sich über einen Teilerfolg freuen. Dank der vom leider verstorbenen Eisdielenchef Abramo Resera ins Leben gerufenen Unterschriftenaktion dürfen sie jetzt weiter – zwar nicht auf ihrer –, aber zumindest auf einer Mauer sitzen. Und die Kinder werden hoffentlich bei gutem Wetter wieder auf ihren Spielgeräten toben. Denn wer mit offenen Augen, durch die Stadt geht, weiß dass der Denkmalschutz Unrecht hat. Hier wird gespielt.

Und das bald vermutlich mit schönerer Aussicht: Denn die hässlichen Schaltkästen sollen umgesetzt werden und können dann am neuen Standort vielleicht von Heino Jacobsen schon im nächsten Jahr schön bemalt werden.

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