Bauplanung diskutiert– 100 Grundstücke und Stadtvillen vorgesehen XXL-Supermarkt kommt ins Wohngebiet

Rahden (WB). Auf der Freifläche zwischen Osnabrücker Straße, B 239 und der Siedlung »Im Mühlenfeld« soll ein Baugebiet entstehen. Wie dieses konkret aussehen könnte, darüber ist im Bauausschuss diskutiert worden.

Von Mareile Mattlage
Ein großer Supermarkt soll Flächen des Baugebiets beanspruchen. Nach unbestätigten Angaben soll der WEZ Interesse haben.
Ein großer Supermarkt soll Flächen des Baugebiets beanspruchen. Nach unbestätigten Angaben soll der WEZ Interesse haben. Foto: Michael Nichau

Das Planungsbüro Drees & Huesmann stellte verschiedene Varianten vor und bat die Ausschussmitglieder um Anregungen und Kritik, um auf dieser Grundlage weiterplanen zu können.

Nach bisherigem Stand der Bauplanung ist eine Gesamtfläche von 12,6 Hektar vorgesehen. Das in Privatbesitz befindliche Gut Hohenfelde sei hierbei außen vor. Das Grundstück des Herrenhauses werde nicht betreten.

Es besteht die Überlegung, einen Einkaufsmarkt in dem Wohngebiet unterzubringen und zwar auf einer Gesamtfläche von 1,2 Hektar. Dies entspricht 12.000 Quadratmetern, also einem enormen Bereich. Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich hierbei um den Rahdener WEZ-Markt handeln, der dann hierher umziehen würde.

Einfamilienhäuser und Freiflächen

Vorgesehen sind laut dem Planungsbüro Einfamilienhäuser und eine Gliederung durch Freiflächen und Grünzonen. Geförderter Wohnungsbau sei nicht geplant, hieß es. Auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern sollen zudem vier bis fünf Stadtvillen entstehen. Insgesamt war von vier Quartieren und etwa 100 Grundstücken die Rede. Zwei Anbindungen an die Osnbarücker Straße sowie ein Allee-Charakter mit Quartierplatz wäre denkbar, führte das Planungsbüro weiter aus.

Ausschussvorsitzender Wilhelm Kopmann (CDU) sprach von einer »wichtigen Entscheidung für die Stadt Rahden.«

Dieter Sprado (UfR) schlug vor, Bungalows für Singles und kinderlose Paare mit aufzunehmen. Zudem wollte er in Bezug auf einen Planungsentwurf wissen, ob es wirklich so gut sei, dass man von den Stadtvillen aus direkt auf den Verbrauchermarkt schaue. Honsel erklärte, dass der potenzielle Erwerber hierbei kein Problem sehen würde.

»Gesamtbild auflockern«

Auf Nachfrage seitens der SPD wurde erklärt, dass um das Gesamtbild aufzulockern zwar einzelne Quartiere gebildet werden könnten, also verschiedene Angebote präsentiert werden sollen. Ein großes neben ein kleines Haus zu stellen sei jedoch nicht möglich, weil die Nachbarn sich dann gegenseitig stören würden.

Winrich Dodenhöft (Grüne) regte einen Fuß- und Radweg an der B 239 als Verbindung zur Osnabrücker Straße an. Doris Bölk (FWG) erinnerte daran, dass die ursprüngliche Überlegung gewesen sei, »für alle Altersgruppen etwas anzubieten.«

»An der Ursprungsplanung hat mir am besten der Rad- und Fußweg zur Innenstadt gefallen«, bedauerte Claus-Dieter Brüning (SPD), dass das Gut Hohenfelde nun nicht mehr in das Konzept mit einbezogen werden könne.

Er bat darum, noch einmal mit dem Eigentümer der Herrenhäuser zu sprechen, um diesen Weg zu schaffen. Drunagel meinte, dass dieser Bereich so zumindest nicht verbaut sei. Zumindest vom Gebiet her bestünde also theoretisch die Möglichkeit, dass so ein Weg einmal geschaffen werden könnte.

Eine Bürgerin beklagte, dass der Verkehr nun über die Mühlenfeld-Siedlung also Richtung Freibad geleitet werden solle. Anfangs habe es geheißen, dass hier keine Autos entlang geleitet werden sollten. Da dieser Weg eine Abkürzung darstellen würde, befürchtete sie aber, dass die Kunden des Einkaufsmarktes sowie große Lieferwagen nun alle hier entlang fahren würden.

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